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Papst Franziskus zur Familienplanung: "Wer keine Kinder bekommt, ist egoistisch"

Der Papst bei einer Generalaudienz im Vatikan: "Kinder sind ein Geschenk" Zur Großansicht
DPA/OSSERVATORE ROMANIO PRESS OFFICE

Der Papst bei einer Generalaudienz im Vatikan: "Kinder sind ein Geschenk"

Der Papst hat Paare getadelt, die sich gegen Nachwuchs entscheiden. Wenn Kinder als Belastung oder etwas Störendes empfunden werden, sei das ein Zeichen für eine "deprimierte Gesellschaft". Ideal seien drei Kinder pro Paar.

Rom - Es ist noch keinen Monat her, dass Papst Franziskus sich zuletzt zum Thema Familienplanung geäußert hat. "Gute Katholiken müssen sich nicht wie die Karnickel vermehren", sagte er auf dem Rückweg seiner Asienreise. Es gelte das Prinzip der "verantwortungsbewussten Elternschaft", drei Kinder pro Ehepaar seien ideal.

Jetzt hat Franziskus nachgelegt: Während einer Generalaudienz auf dem Petersplatz kritisierte er Paare, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden. Dies sei eine "egoistische Wahl", zitiert unter anderem der "Guardian" aus der Rede. "Eine Gesellschaft mit einer erfolgsorientierten Generation, die sich selbst nicht mit Kindern umgeben will, und für die Kinder vor allem etwas Störendes, eine Belastung, ein Risiko darstellen - das ist eine deprimierte Gesellschaft."

In seiner Rede ging der Papst anschließend auf die Vorzüge der Elternschaft ein. Und erzählte zudem eine private Anekdote. Seine Mutter sei einst gefragt worden, welches ihrer fünf Kinder sie am liebsten habe. "Sie sagte: 'Ich habe fünf Kinder, genauso wie ich fünf Finger habe. Wenn einer der Finger geschlagen wird, schmerzen alle fünf. Alle Kinder gehören zu mir, aber alle sind unterschiedlich.'"

Erst vergangene Woche hatte Papst Franziskus während einer Generalaudienz mit seinen Äußerungen zum Thema Kindererziehung für heftige Kritik gesorgt - er hatte Gewalt teilweise gerechtfertigt. Auf die Erzählung eines Mannes, dass er seine Kinder manchmal "ein bisschen" schlage, antwortete Franziskus: "Wie schön." Ein Vater müsse auch wissen, wie man "korrigiert, ohne zu erniedrigen".

aar

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 470 Beiträge
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1. höchst asozial
Kasob 12.02.2015
Wer sich bewusst gegen Kinder entscheidet, obwohl alle Voraussetzungen gegeben sind (Gesundheitlich, Partnerschaft, Finanziell etc.) handelt in meinen Augen höchst asozial. Wer soll denn unsere Gesellschaft weiterführen, wenn die Kinder fehlen? Da kann ich noch soviele Steuern zahlen oder mich gesellschaftliche engagieren. Ohne Kinder keine Zukunft.
2.
mseepgood 12.02.2015
Wer Kinder bekommt ist egoistisch. Die Welt platzt bevölkerungsmäßig aus allen Nähten und braucht aktuell weniger Menschen, nicht mehr.
3. Unüberlegt
wastl300 12.02.2015
bei 3 Kinder im Schnitt wächst die Weltbevölkerung in eine Schmerzgrenze hinein. Und außerdem eine diskriminierende Aussage gegenüber anderen Lebenseinstellungen bzw. gegen Paare die einfach nicht können. Die Natur bestimmt, nicht die Ideologie.
4. Schweigen ist machmal Gold
hersp58 12.02.2015
Der Papst sollte sich besser zurückhalten und zu Dingen schweigen, von denen er nur oberflächliche Kenntnisse hat. Er sollte die Lebensplanung den Paaren überlassen und ihre Entscheidung akzeptieren. Dafür ist das Leben zu kompliziert geworden. Das sage ich als Elternteil von drei Kindern!
5. Ich liebe Ihn und ich bin Atheist
irukandji 12.02.2015
weil er endlich mal Kante zeigt. So wie ich es aus Biebelstories von Christus selber gelesen habe. Mag es kontrovers sein. es ist echt und ehrlich.
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