Anschläge von Paris Tattoos gegen den Terror

Wie geht man als Außenstehender mit den Anschlägen von Paris um? Im Netz drücken Menschen ihr Mitgefühl auf besondere Weise aus: Manche Nutzer präsentieren ihre Tattoos - einige sind offenbar ganz frisch.


Es gibt viele Wege, auf die Anschläge von Paris zu reagieren. Manche Menschen blieben zunächst einmal zu Hause, andere zündeten Kerzen an oder gedachten der Opfer mit Blumen - und wieder andere sind zum Tätowierer gegangen.

Auch ein Körperschmuck kann helfen, Ereignisse zu verarbeiten oder zumindest sicherzustellen, dass man sie noch lange präsent hat. Schon nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo entschieden sich Menschen, sich den Satz "Je suis Charlie" tätowieren zu lassen.

Aktuell sind auf Plattformen wie Instagram und Twitter wieder Tattoos mit Paris-Bezug sehen, aus vielen Ländern. Manche Motive sind schon lange auf der Haut, andere ganz neu.

Das alles ist zwar noch keine Massenbewegung, die Motive fallen im Strom der Fotos aber auf. Gepostet werden die Aufnahmen angeblich weniger zum Zweck der Selbstinszenierung, als zum Bekunden von Solidarität - mit der Stadt Paris und ihrem Lebensgefühl, aber auch mit den Opfern der Anschläge.

Ein beliebtes Motiv ist nach den Anschlägen offenbar das Peace-Zeichen mit Eiffelturm, das auch vielfach als Profilfoto in Netzwerken wie Facebook genutzt wird.

Am Donnerstag berichtet die Boulevardzeitung "B.Z." über einen Berliner Tätowierer, der seine Kunden das Peace-Motiv kostenlos anbietet. "Mit dem Tattoo wollen wir neben der Erinnerung auch ein Symbol nach außen senden", zitiert die Zeitung den Tätowierer.

Auch Eiffelturm-Tattoos haben plötzlich wieder eine neue Aktualität:

Weitere Paris-Tattoos sind unter anderem in einem Artikel der französischen "Huffington Post" zu sehen. Eine Frau, die sich in Paris weniger als 24 Stunden nach den Anschlägen tätowieren ließ, sagte der Nachrichtenseite: "Ich will nie vergessen, dass wir nicht vor einer weiteren Attacke geschützt sind und dass wir das Beste aus unserem Leben machen sollten und stark und solidarisch bleiben sollten."

mbö

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