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"Partnerschaftliche Liebe zum Tier": Gericht verbietet Vereinsgründung

Die Gesellschaft für "Zoophilie" wollte als Verein anerkannt werden. Keine Chance, entschied nun das Berliner Kammergericht. Denn in der Satzung machen sich die Mitglieder für "partnerschaftliche Liebe zum Tier" stark - sexueller Kontakt eingeschlossen.

Berlin - Eine Gesellschaft für die partnerschaftliche Liebe zum Tier darf kein Verein werden. Mit diesem Beschluss verwehrte das Kammergericht Berlin einer Gesellschaft für "Zoophilie" den Eintrag ins Vereinsregister.

Zuvor hatten es die Anhänger bereits beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg versucht - und waren auch dort abgeblitzt. Der Grund ist die Satzung der Gesellschaft. Dort wird "Zoophilie" als "die partnerschaftliche Liebe zum Tier" beschrieben, "die die nach geltendem deutschen Recht erlaubten sexuellen Kontakte einschließen kann, jedoch nicht muss".

Nach Überzeugung des Amtsgerichts und nun auch des Kammergerichts verstößt diese Satzung gegen den Tierschutz und gegen das Verbot tierpornografischer Schriften. Nach Auffassung des Kammergerichts ist die beabsichtigte Vereinstätigkeit nicht auf neutrale Informationsvermittlung gerichtet, sondern als Lobbyarbeit zugunsten zoophiler Personen vorgesehen.

Sexuelle Kontakte von Menschen zu Tieren sind in Deutschland seit 1969 nicht mehr verboten. Die rechtlichen Grenzen werden durch den Tierschutz und gegebenenfalls die Rechte der Besitzer gezogen.

aar/jur

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Logisch
Mocs, 11.11.2011
Zitat von sysopDie Gesellschaft für "Zoophilie" wollte als Verein anerkannt werden. Keine Chance, entschied nun das Berliner Kammergericht. Denn in der Satzung machen sich die Mitglieder für "partnerschaftliche Liebe zum Tier" stark - sexueller Kontakt*eingeschlossen. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,797278,00.html
Aber ein "Steve Holmes" darf seine Machwerke zum ausserehelichen und/oder abartigen Geschlechtsverkehr in D vermarkten. Ist ja alles sehr logisch geregelt in D.
2. .
virtualtom 11.11.2011
Zitat von MocsAber ein "Steve Holmes" darf seine Machwerke zum ausserehelichen und/oder abartigen Geschlechtsverkehr in D vermarkten. Ist ja alles sehr logisch geregelt in D.
Kommen in diesen Werken Tiere vor? Oder handelt es sich bei den Protagonisten etwa um Menschen, die dies aus freiem Willen tun? Außerehelicher Geschlechtsverkehr ist ja auch ganz was schlimmes...
3. Warum nicht?
Istana 11.11.2011
Warum nicht auch eine eingetragene zoologische Partnerschaft mit meinem Meerschweinchen und der Adoption der Meerschweinchenjungen, natürlich mit Kindergeldanspruch und Vaterschaftsauszeit. Früher oder später wirds sowas in unserem allseits toleranten und fürsorglichem Sozialstaat auch geben.
4. ...
UweZ, 11.11.2011
Zitat von IstanaWarum nicht auch eine eingetragene zoologische Partnerschaft mit meinem Meerschweinchen und der Adoption der Meerschweinchenjungen, natürlich mit Kindergeldanspruch und Vaterschaftsauszeit. Früher oder später wirds sowas in unserem allseits toleranten und fürsorglichem Sozialstaat auch geben.
Wenn Sie sich im klaren darüber bleiben, dass pädophiler Sex mit Meerschweinchen unter 14 Jahren strafrechtlich verboten ist, kann ja eigentlich nichts Schlimmes passieren...:-) Ihre ehbaren Absichten erkennt jedes Gericht ja bereits daran, dass Sie keinen greisen Rammler zum Partner nehmen wollen...:-))
5. oooo
inci 11.11.2011
Zitat von IstanaWarum nicht auch eine eingetragene zoologische Partnerschaft mit meinem Meerschweinchen und der Adoption der Meerschweinchenjungen, natürlich mit Kindergeldanspruch und Vaterschaftsauszeit. Früher oder später wirds sowas in unserem allseits toleranten und fürsorglichem Sozialstaat auch geben.
etwas ähnliches ging mir auch durch den kopf. die ablehung wird sicherlich ein willkommener anlass sein, sich als opfer darstellen zu können. es würde mich nicht wundern, wenn in der nächsten zeit entsprechende kampagnen dazu auftauchen würden.
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