Rom - Mindestens 17 Menschen sind bei den schweren Erdbeben im Norden Italiens gestorben, 350 wurden verletzt. Eines der Opfer ist Ivan Martini, und sein Schicksal rührt derzeit die italienische Bevölkerung. Martini war Pfarrer der kleinen Stadt Rovereto sulla Secchia, nördlich von Modena, er starb bei dem Versuch, eine Madonnenfigur aus seiner beschädigten Kirche zu retten.
Mehrere Zeitungen berichteten am Mittwoch über das Schicksal des 65-jährigen Geistlichen. "Ich will die Madonna da herausholen", waren demnach Martinis letzte Worte. Die Mutter-Gottes-Figur war bei den Gemeindemitgliedern sehr beliebt. "Er setzte einen Helm auf und ging mit den Feuerwehrleuten hinein", sagte die Augenzeugin Rosanna Caffini der Tageszeitung "La Stampa". In der Kirche brach dann ein Holzbalken aus dem Gewölbe - er traf Martini tödlich. Die Feuerwehrleute überlebten, einer von ihnen wurde schwer verletzt.
Seit zwei Tagen bebt in Italien wieder die Erde. Allein in der Nacht zum Mittwoch gab es in der Region Emilia-Romagna 41 Erdstöße. Der heftigste habe eine Stärke von 3,4 gehabt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der kommende Montag solle in ganz Italien zum Trauertag für die Erdbebenopfer erklärt werden.
aar/AFP
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