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Indisches Aktionsprogramm: Pfeifen und Trommeln gegen Wildpinkler

Kampf den Anarcho-Pinklern: Weil zu viele Männer in der Öffentlichkeit die Hosen runterlassen, haben sich die Behörden im indischen Distrikt Jhunjhunu etwas ganz Besonderes ausgedacht. Sie rücken den Herren mit Krach zu Leibe.

Neu Delhi - Die Behörden im indischen Distrikt Jhunjhunu haben endgültig die Nase voll von notorischen Wildpinklern. Immer wieder ärgerte sich der Bezirksrat über Männer, die ohne Nachzudenken die Hosen runterlassen - und erdachte eine unkonventionelle Strategie: Ab jetzt muss jeder, der in der Öffentlichkeit an einen Baum pinkelt, mit ohrenbetäubender Begleitmusik rechnen.

Der Bezirksrat hat Freiwillige eingespannt, die sich mit Pfeifen und Trommeln hinter die Wildpinkler stellen sollen, um sie in Verlegenheit zu bringen. Auch würden ihre Namen veröffentlicht, berichtete die Zeitung "The Times of India". Zusätzlich soll eine öffentliche Toilette in jedem Dorf aufgestellt werden.

In gleich 34 Ortschaften im Bundesstaat Rajasthan läuft das Projekt jetzt an. Sollte es erfolgreich sein, wird es auf weitere ausgedehnt. Die neue Initiative dürfte ganz im Sinne des indischen Umweltministers Jairam Ramesh sein, der mit seinem Wahlspruch "Keine Toiletten, keine Braut" seit langem bessere Sanitäranlagen und eine verbesserte Hygiene in ländlichen Gegenden einfordert.

ala/dpa

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