Triebwerkschaden bei Boeing-Flugzeug Passagierin stirbt nach Notlandung

Während eines Southwest-Airlines-Flugs von New York nach Dallas hören die Passagiere plötzlich eine Explosion: Ein Triebwerk ist kaputt, in großer Höhe zerstören Metallsplitter ein Fenster. Die Pilotin muss notlanden.

Zerstörtes Triebwerk
AP/ Amanda Bourman

Zerstörtes Triebwerk


Eine Maschine der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines musste auf dem Flughafen der US-Großstadt Philadelphia notlanden. Grund dafür war ein Triebwerkschaden. Infolge des Vorfalls sei eine Person gestorben, sagte ein Vertreter der Nationalen Behörde für Transportsicherheit. Es soll sich US-Medienberichten zufolge um eine Frau handeln, eine Mutter von zwei Kindern und Angestellte bei einer Bank. Hintergründe zur Todesursache sind nicht bekannt.

Nach Angaben der Feuerwehr erlitten sieben weitere Menschen leichte Verletzungen, sie mussten aber nicht im Krankenhaus behandelt werden.

Auf Fotos ist das beschädigte Triebwerk der Maschine vom Typ Boeing 737-700 zu sehen. Laut dem Portal für Luftfahrtnachrichten "Aero" hatten Metallsplitter den Rumpf des Flugzeugs getroffen und ein Fenster zerstört. Der Kabinendruck sei abgefallen.

Keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten

Der Nachrichtensender CNN berichtet, dass Passagiere auf einer Flughöhe von etwa 10.000 Metern eine Explosion gehört hätten. Kurz darauf seien Sauerstoffmasken in die Kabine hinab gefallen. "Alle sind ausgerastet und haben geschrien", sagte ein Augenzeuge dem Sender. Ein weiterer Passagier sagte demnach, dass eine Frau, die neben dem zerbrochenen Fenster saß, beinahe nach draußen gesogen worden sei. Andere Fluggäste hätten sie festgehalten, berichteten mitreisende Passagiere im Sender CNN und auf Facebook.

Nach Angaben der Fluggesellschaft befanden sich 143 Passagiere und 5 Crewmitglieder an Bord der Maschine. Das Flugzeug war auf dem Weg von New York in die texanische Stadt Dallas. Die Maschine sei am vergangenen Sonntag untersucht worden, es habe keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten am Flugzeug oder an den Triebwerken gegeben.

In sozialen Netzwerken erhielt die Pilotin des Fluges große Anerkennung: Tammy Jo Shults habe einen herausragenden Job getan, die Maschine unter diesen Umständen sicher zu landen. Nach Angaben der Website Heavy.com war Shults unter den ersten Kampfpilotinnen der Navy, die in die zivile Luftfahrt wechselten.

kry/dpa



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