Hannover Weihnachtsfeier der Polizeidirektion eskaliert

Es floss sogar Blut: Eine Weihnachtsfeier der Polizei in Hannover ist im Chaos geendet. Die Behörde reagiert schockiert.


Das hatte mit Recht und Ordnung nichts zu tun: In Hannover ist die Weihnachtsfeier der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) komplett aus dem Ruder gelaufen.

Eine Feiernde erlitt eine Platzwunde, nachdem sie eine Bierflasche an den Kopf bekommen hatte, wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) unter Berufung auf die ZPD-Mitarbeiterzeitschrift berichtet. Ein Gast musste demnach in den Schwitzkasten genommen werden, damit er nicht auf andere Teilnehmer der Veranstaltung losgeht.

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Weihnachtsfeiern: Mal besinnlich, mal besoffen

Zudem registrierte die Polizei einen abgebrochenen Außenspiegel an dem VW-Bus des DJs. Schließlich stellten die Organisatoren fest, dass eine Geldkassette mit mehreren Hundert Euro gestohlen wurde. Junge Polizisten hätten sich Kochsalzlösung gespritzt, damit der Schnaps am nächsten Morgen keinen Brummschädel verursacht. Ein Besucher habe wenige Meter von der Toilette entfernt an eine Hütte uriniert und sei anschließend umgekippt. Auf der Veranstaltung feierten den Angaben zufolge mehrere Hundert Gäste in einem eigens errichteten Weihnachtsdorf.

Die Polizei räumte die Vorfälle ein. "Sie machen uns sehr betroffen", sagte ein Polizeisprecher der "HAZ". Die Gesetzeshüter hätten eine Vorbildrolle, die Vorgänge müssten intensiv aufgearbeitet werden.

"Wir müssen schauen, ob straf- oder disziplinarrechtliche weitere Konsequenzen drohen", sagte der Polizeisprecher. Seinen Worten zufolge wird auf der Weihnachtsfeier im kommenden Jahr womöglich kein Alkohol ausgeschenkt.

nis/dpa



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