Porto Mann stürzt in Kunstwerk - weil er es für optische Täuschung hält

Ein Museumsbesucher in Portugal hat ein schwarzes Loch im Boden für aufgemalt gehalten. Er näherte sich der Kunstinstallation - und fiel hinein.

Künstler Anish Kapoor vor seiner Installation
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Künstler Anish Kapoor vor seiner Installation


Eine Installation des Künstlers Anish Kapoor ist einem Museumsbesucher im portugiesischen Porto zum Verhängnis geworden: Der Mann aus Italien soll laut dem "Guardian" die Arbeit "Descent into Limbo" (etwa: "Abstieg in die Vorhölle") fälschlicherweise für einen aufgemalten Punkt auf dem Boden gehalten haben. Da es sich bei dem Werk aber nicht um einen optische Täuschung handelt, sei der Mann in das zweieinhalb Meter tiefe Loch gestürzt.

Der über 60-jährige Mann sei nach Angaben eines Museumssprechers in ein Krankenhaus gekommen, berichtete der "Guardian". Er werde aber bald wieder entlassen.

Das schwarze Loch befindet sich in einem quadratischen Raum, den nur wenige Menschen betreten dürfen. Vor dem Betreten erhalten die Besucher eine Sicherheitsinstruktion. In dem Raum befinden sich laut "Guardian" Warnhinweise, dass man sich nicht nähern solle. Ein Museumsmitarbeiter sei ebenfalls ständig anwesend. (Hier lesen Sie einen Artikel über optische Täuschungen in der Kunst.)

cop

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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
Mathias Brust 22.08.2018
1. Wo Kunst endet
Da hat wohl jemand geglaubt, die Warnhinweise seien Teil des Werkes, dabei wäre ein Schild mit der Aufschrift: "Dies ist kein Loch" sicher effektiver gewesen.
patricka1 22.08.2018
2. Ist das Kunst oder kann das weg....
Fragte das Loch und entsorgte den Mann....
themistokles 22.08.2018
3.
Ein Kandidat für den Darwin Award 2018?
kratzdistel 22.08.2018
4. wir sehen nicht, wir glauben
was wir über die Sehnerven aufnehmen, wird erst im gehirn zu Bildern verarbeitet.das ist eine neurobiologische erkenntnis. deshalb muss nicht jeder Unfallzeuge das geschehen gleich wahrgenommen haben wie andere. oft gibt es die sinnestäuschungen bei alten deckengemälden in kirchen z.b.in amorbach,odenw.der Besucher denkt, die arme und füße seien dreidimensional abgebildet,sind aber eben auf der decke.
3115.861 22.08.2018
5. Fluxus Liveperformance durch Dada
Der dadaistischen Zufall wählte den Besucher als Dilettanten, zur Fluxus performance "Sturz in die Kunst" aus. Hoffe Künstler und Dilettant sind sich Ihrer Darstellung gegenüber Publikum und Kunstkritik bewußt.
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