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Prominenten-Umfrage Was wir von Bankern und Bank-Besetzern halten

Jürgen Trittin, Bündnis 90/Die Grünen

Jürgen Trittin, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im BundestagZur Großansicht
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Jürgen Trittin, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag

London, Frankfurt am Main, Rom - aus einer Handvoll Demonstranten, die in New York "Occupy Wall Street" fordert, hat sich eine weltweite Bewegung gebildet, die gegen die Macht der Banken und des Finanzsystems aufbegehrt. Wie beurteilen Sie die Proteste?

Die Menschen haben die Nase voll davon, dass die Finanzindustrie den Ton angibt. Sie wollen nicht für etwas zahlen, was andere verbockt haben. Wir brauchen schärfere Regeln, damit Banken die Staaten nicht mehr erpressen können. Starke Schultern sollen mehr zur Krisenbeseitigung beitragen: durch eine Vermögensabgabe und höhere Steuern auf Spitzeneinkommen und Erbschaften.

Wie groß ist die Verantwortung der Banker für die Finanzkrise?

Im Film "Wall Street" sagt Michael Douglas als Broker: Gier ist gut. Das stimmt nicht. Die Politik muss die Gier bändigen. Wenn sie das will, kann sie es. Angela Merkel lädt aber lieber Josef Ackermann zum Essen ein, als sich um harte Regeln für die Finanzindustrie zu kümmern. Banken müssen zu höherem Eigenkapital und zur Trennung ihrer Geschäftsbereiche gezwungen werden, Spekulation muss durch eine Finanztransaktionssteuer eingedämmt werden.

Realistisch betrachtet: Sehen Sie Alternativen zu unserem Finanzsystem?

Die Alternative zu spekulierenden Großbanken haben wir schon: Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind echte Dienstleister für Wirtschaft und Menschen. Meine Vision eines neuen Finanzsystems: Stabile und dezentrale Strukturen statt Deutsche Bank und Co. mit ihren riesigen Investmentabteilungen.

Haben Sie selbst schon schlechte Erfahrungen mit unseren Banken und der Finanzwirtschaft gemacht? Welche?

Ich höre oft, dass Politik nichts gegen die Macht der Finanzindustrie ausrichten kann. Das ist eine Lüge. Sie ist gefährlich für unsere Demokratie. Sie bemäntelt nur den eigenen Unwillen zum politischen Handeln. Deswegen ist es gut, wenn Menschen auf der Straße Rückenwind für jene schaffen, die für besser regulierte Finanzmärkte kämpfen.

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insgesamt 176 Beiträge
Transmitter 31.10.2011
Ich verstehe die Frage nicht. Was ist mit "unserem Finanzsystem" gemeint? Etwa diese gigantische, völlig aus jeder Kontrolle geratene Geldblase, in der jede Bank und erst recht jede Notenbank soviel Geld produziert, wie [...]
Ich verstehe die Frage nicht. Was ist mit "unserem Finanzsystem" gemeint? Etwa diese gigantische, völlig aus jeder Kontrolle geratene Geldblase, in der jede Bank und erst recht jede Notenbank soviel Geld produziert, wie sie gerade will? Diese irre Fantasiezahlen-Welt, in der die "Bad Bank" der HRE rein zufällig falsch verbuchte 55 Mrd. Euro wieder entdeckt? In der der Kapitalbedarf für die GR-Rettung von Mai 2010 von 41 Mrd. Euro auf aktuell 450 Mrd. Euro anwächst? In der die erforderliche Mindestausstattung des ESEF-Rettungsfonds binnen vier Wochen von rd. 440 Mrd. Euro auf über zwei Bio. Euro anschwillt. Vielleicht kann ja jemand helfen, mir das irgendwie mal plausibel zu machen. Mein Opa hat 1923 mal 1 Mio. Reichsmark für ein Ei bezahlt. Er meinte, das war recht preiswert damals. Dies bedenkend, halte ich die unglaubliche Geld-Explosion momentan für gar nicht so tragisch. Wahrscheinlich sind wir sogar unterverschuldet. Aber, wie gesagt, ich kann beim besten Willen kein "System" dahinter erkennen. Ich glaube, ich gebe es auch besser auf.
Maynemeinung 31.10.2011
Autsch. Wollte sonst keiner, als SPON fragte. Diese Auswahl ist schon deprimierend für formerly known als das Land der Dichter und Denker. Erfrischend nur wieder der Nuhr.
Zitat von sysopGriechenland*kämpft gegen*die Pleite,*Banken*geraten ins Taumeln - und*wir alle*sollen zahlen.*In einer großen Umfragen geben Popstars und Schauspieler, Manager und Politiker*jetzt Auskunft:*Wer*ist*schuld an dem Desaster?*Und hat unser Finanzsystem überhaupt eine Zukunft? http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,793078,00.html
Autsch. Wollte sonst keiner, als SPON fragte. Diese Auswahl ist schon deprimierend für formerly known als das Land der Dichter und Denker. Erfrischend nur wieder der Nuhr.
si_tacuisses 31.10.2011
nur wenig mehr als eine Handvoll kenne ? Ich bin zutiefst schuldbewußt und verwirrt ob meines mangelnden state-of-the-art-Horizontes. Na gut, ich hab auch kein IFONE. Ich weiß auch, dass das schlimm ist. Bin ja schon [...]
Zitat von sysopGriechenland*kämpft gegen*die Pleite,*Banken*geraten ins Taumeln - und*wir alle*sollen zahlen.*In einer großen Umfragen geben Popstars und Schauspieler, Manager und Politiker*jetzt Auskunft:*Wer*ist*schuld an dem Desaster?*Und hat unser Finanzsystem überhaupt eine Zukunft? http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,793078,00.html
nur wenig mehr als eine Handvoll kenne ? Ich bin zutiefst schuldbewußt und verwirrt ob meines mangelnden state-of-the-art-Horizontes. Na gut, ich hab auch kein IFONE. Ich weiß auch, dass das schlimm ist. Bin ja schon wieder weg...................
Spiegelfreund 31.10.2011
Dieter Nuhr hat das Zeug zum Kanzler. Alle anderen haben weniger bis nichts verstanden.
Dieter Nuhr hat das Zeug zum Kanzler. Alle anderen haben weniger bis nichts verstanden.
Monark™ 31.10.2011
Bei der HRE sind mal eben 55 Milliarden Euro "entdeckt worden" (es hätte aber ebenso gut auch andersherum ausgehen können). Wie soll man solche Leute noch ernst nehmen? Wissen die überhaupt, was sie tun? "Ich [...]
Bei der HRE sind mal eben 55 Milliarden Euro "entdeckt worden" (es hätte aber ebenso gut auch andersherum ausgehen können). Wie soll man solche Leute noch ernst nehmen? Wissen die überhaupt, was sie tun? "Ich glaube nicht, Tim."
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