Rio de Janeiro - Vor Beginn des Karnevals hatten die brasilianischen Behörden eine Kampage ausgerufen: "Null Toleranz für Pinkler". Die Partygäste sollten davon abgehalten werden, sich zwischen Autos, vor Haustüren und an anderen öffentlichen Orten zu erleichtern. Doch komplett erfolgreich war die Abschreckung bisher nicht - und so wurden am Wochenende in Rio de Janeiro mehr als 200 Menschen festgenommen.
Wer beim Urinieren erwischt wird, muss mit auf die Polizeiwache und sich dort ermahnen lassen. Mit der Kampagne will die Stadt ihre Entschlossenheit zeigen, vor den Olympischen Spielen 2016 die Sauberkeit zu verbessern. "Wir werden weiter das Urinieren in den Straßen bekämpfen. Ein solcher Mangel an Respekt für die Stadt und ihre Bürger ist nicht hinnehmbar", sagte Alex Costa, der bei der Stadtverwaltung für die öffentliche Ordnung zuständig ist.
Um den Karnevalsgästen eine Alternative zu bieten, stellte die Stadtverwaltung an den Straßen Toiletten auf. Die Teilnehmer der Straßenumzüge beschwerten sich jedoch, dass es nicht genug Klohäuschen gebe. Und so suchten trotz einer drohenden Festnahme erneut zahlreiche Partygäste Erleichterung in dunklen Ecken.
hut/AFP
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