Raubkatzen-Angriff Puma tötet Mann bei Fahrradtour

Diese morgendliche Ausfahrt endete tödlich: Eine Raubkatze hat zwei Männer im US-Bundesstaat Washington bei einer Mountainbiketour angegriffen. Nur einer von beiden konnte sich retten.

Puma (Symbolbild)
Getty Images

Puma (Symbolbild)


Bei einem Mountainbikeausflug in der Nähe von Seattle ist ein Mann von einem Puma angefallen und getötet worden, wie die Behörden berichten. Das Opfer war zusammen mit einem Freund auf einer Fahrradtour gewesen, als die beiden von der Raubkatze attackiert wurden. Der zweite Mountainbikefahrer wurde verletzt, befindet sich aber außer Lebensgefahr.

Aussagen der Behörden zufolge hatte der Puma zunächst den Mann angegriffen, der die Attacke überlebte. "Er hat den ersten Radfahrer angesprungen und attackiert", schildert Sergeant Ryan Abbott von der örtlichen Polizeidienststelle in King County den Ablauf der Ereignisse. "Das zweite Opfer wollte fliehen, daraufhin ließ der Puma von seinem ersten Opfer ab und nahm die Verfolgung auf. Der Mann sah, wie sein Freund von dem Raubtier angefallen und weggezogen wurde, setzte sich auf sein Rad und flüchtete".

Der Verletzte radelte drei Kilometer weit, bis er wieder Empfang auf seinem Mobiltelefon hatte und einen Notruf absetzen konnte. Als die Rettungskräfte eintrafen, fanden sie den Puma über seinem toten Opfer stehend. Sie gaben Schüsse auf das Tier ab, das entkam. Es dauerte mehrere Stunden, bis sie das Tier nur wenige Hundert Meter vom Ort des Geschehens in einer Baumkrone fanden und erschießen konnten.

Rich Beausoleil, Biologe und Experte für Bären und Raubtiere bei der Naturschutzbehörde, sagte, es sei die erste tödliche Attacke eines Raubtiers seit 94 Jahren im Bundesstaat Washington. Pumas stehen unter Artenschutz, die Behörde erlaubt lediglich 250 Abschüsse pro Jahr in streng geregelten Arealen.

mhe/AP



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