Konzert in Republikaner-Hochburg Idaho Pussy Riot singt gegen Trump

Die russische Punk-Band Pussy Riot hat mit einem Konzert im konservativen US-Bundesstaat Idaho ein Zeichen gesetzt. Die Botschaft der Aktivistinnen richtete sich gegen Donald Trump.

AP

In Massachusetts oder New York wäre es vermutlich nur eine Randnotiz: ein Auftritt von Pussy Riot. Doch die russische Punk-Protest-Band ist nun auch dort aufgetreten, wo die liberale Ostküste fern - und die Anhängerschaft Donald Trumps groß ist: im US-Bundesstaat Idaho.

"Es gibt Kraft, das zu tun, was wir wollen - und nicht das, was sie wollen", sagte Künstlerin Nadeschda Tolokonnikowa beim Auftritt in Idahos Hauptstadt Boise. "Danke, dass ihr uns unterstützt", rief die Musikerin der Menge entgegen, die 2012 zusammen mit Mascha Alechina für ihren Protest gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt worden war.

Auch der Auftritt der mit Sturmhauben bekleideten Frauen in der US-Provinz glich mehr einer politischen Kundgebung als einem traditionellen Konzert. Bei dem Gig am Wochenende ging es um Engagement gegen Rechtsextremismus - und Protest gegen Trump.

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Pussy Riot: Punk, Aktivistin und Feministin

Zu ihren Songs "Make America Great Again" und "Police State" jubelten die Zuhörer. Als Pussy Riot politische Musikvideos auf einer Leinwand abspielten, reckten Zuschauer ihre Fäuste solidarisch in die Höhe.

"Pussy Riot habe ich seit ein paar Jahren auf dem Schirm", sagte Adnan Muminovic, der mit Hunderten anderen fast zwei Stunden für die Show Schlange stand. "Ich bin Bosnier und kein Fan der russischen Führung. Deshalb wollte ich sie heute Abend unterstützen." Karissa Manske ergänzte: "Diese politische Gruppe in Boise zu haben, bedeutet etwas. Ich musste sie einfach sehen."

Trotz des erfolgreichen Auftritts auf dem Indie-Festival "Treefort Music Fest" in Boise soll Idaho für Pussy Riot die einzige republikanische Hochburg bei ihrer Nordamerika-Tournee sein. Weitere Konzerte stehen in größeren und liberaleren Städten an - Portland, Seattle und Chicago.

apr/AP



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