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Glaube und Zuversicht: Alles wird gut

Von , Rainer Leurs und

Ewiges Leben im Paradies? Bessere Aussichten nach der Wiedergeburt? Was ist Gottes großer Plan? Religionen bieten allerhand Versprechen. Worauf aber fußt die Hoffnung, dass alles gut wird? Vertreter der fünf Weltreligionen geben Antworten.


Wie Menschen für eine bessere Welt kämpfen

Hamburg - 35 Jahre lang saß der US-Amerikaner James Bain unschuldig im Gefängnis. Wegen einer Vergewaltigung, die er nie begangen hatte. Er wurde als Teenager eingesperrt und kam erst als 53-Jähriger wieder frei, nachdem ein DNA-Test seine Unschuld bewiesen hatte.

Wie schafft man es, an einem solchen Schicksal nicht zu zerbrechen? Bain wurde sein halbes Leben gestohlen, dennoch behauptet er, keinen Zorn zu empfinden. Er könne niemandem etwas vorwerfen. "Ich habe alles in Gottes Hand gelegt", sagte der gläubige Christ nach seiner Freilassung. Mit Gottes Hilfe habe er die Zeit im Gefängnis durchgestanden.

Die Geschichte von James Bain ist ein extremes Beispiel, aber im Grunde nur eines von vielen. Ein Beispiel für die Kraft, die Menschen im Glauben finden können, ganz gleich welcher Konfession.

Aber worauf fußt die Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet? Wie gehen die einzelnen Religionen mit dem Thema Schicksal um? Wie finden Christen, Juden und Muslime in ihrem Glauben Zuversicht? Wie Buddhisten und Hinduisten?

Auf SPIEGEL ONLINE geben Vertreter der fünf Weltreligionen Antworten.

Ein gläubiger Christ hält ein Kreuz in Austin im US-Bundesstaat Texas Zur Großansicht
AFP

Ein gläubiger Christ hält ein Kreuz in Austin im US-Bundesstaat Texas

"Der Fromme kann glauben, dass Jesus Christus voller Zuversicht auf Gottes bleibende Gegenwart am Kreuz gestorben ist, obwohl er hinterher tot war." Wie Christen in ihrem Glauben Zuversicht finden, erklärt Thies Gundlach, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (hier geht's zum Text).


Muslim beim Koran-Studium in Kabul Zur Großansicht
AFP

Muslim beim Koran-Studium in Kabul

"Ich kann nicht sagen: Ich lege die Hand auf den Koran und der Krebs ist besiegt." Wie Muslime in ihrem Glauben Zuversicht finden, beschreibt Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (hier gehts zum Text).


Buddhistische Mönche in Thailand Zur Großansicht
AFP

Buddhistische Mönche in Thailand

"Das Bewusstsein, keine Angst vor dem Tod haben zu müssen, ist ein Riesengeschenk." Wie Buddhisten in ihrem Glauben Zuversicht finden, erklärt Michaela Fritzges, Lehrerin des Diamantweg-Buddhismus aus Kiel (hier geht's zum Text)


Schriftzüge in der Thora Zur Großansicht
AP

Schriftzüge in der Thora

"Auch in einer scheinbar aussichtslosen Lage soll ein Jude die Hoffnung nicht aufgeben." Wie Juden Zuversicht in ihrem Glauben finden, erklärt Daniel Krochmalnik, Professor für Jüdische Religionslehre an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg (hier geht's zum Text).


Hindus beim Bad in Kathmandu Zur Großansicht
AFP

Hindus beim Bad in Kathmandu

"Wenn wir innere Stärke besitzen, sind wir in unserem Leiden nicht hilflos und brechen unter Druck nicht zusammen". Wie Hindus in ihrem Glauben Zuversicht finden, erklärt der indische Mönchslehrer Swami Baneshananda (hier geht's zum Text).

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 58 Beiträge
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1. Das Paradoxe ist.
Websingularität 24.08.2014
Wegen der Illusion eines ewigen Lebens nach dem Tod, machen wir unser einziges kostbares Leben auf Erden zur Hölle. Wer die Chance vergeudet hat, bekommt sie nicht wieder! Zu wenig gelebt? Falsch gelebt? etc. Durch dieses "Gericht" muss jeder, egal ob reich oder arm. Wer sich den Illusionen seiner Mitmenschen anschließt(Geld, Macht, etc.), der wird am Ende verlieren. Nur derjenige ist frei, der sich selber treu ist. Und das ist keine Floskel aus einem seichten Schnulzfilm. Das wird jeder feststellen, wenn sich das Leben dem Ende nähert.
2. Menschenverachtung
schicksal_00 24.08.2014
Religionen verführen Menschen zu irrationalen Gedanken. Religion ist die bewusste Abwendung von der Realität. Religionen versuchen, Kinder ideologisch zu impfen. Religion und Demokratie sind nicht vereinbar. Wäre Gott erlebbar, müsste man die Menschen nicht auffordern, an ihn zu glauben. Je deutlicher die Realität zu Tage tritt, desto trotziger verteidigt der Religiöse das eigene konträre Weltbild. In jedem Glauben steckt auch ein bisschen Zweifel. Beweis schafft Klarheit - Glaube schafft Zweifel!
3. Ende der Aufklaerung
ausmisten 24.08.2014
und Revival des Aberglaubens aller Schattierungen?Wann werden die Schulbuecher hinsichtlich der Schoepfungsgeschichte religionskonform umgeschrieben?
4.
stormking 24.08.2014
---Zitat--- Auf SPIEGEL ONLINE geben Vertreter der fünf Weltreligionen Antworten ---Zitatende--- Nein, tun sie eben nicht. Sondern stellen nur die altbekannten und durch nichts belegten oder wenigstens untermauerten Behauptungen auf. Religion ist, wenn Menschen in einem dunklen Keller eine Katze suchen, die gar nicht da ist, und einer ruft: "Ich hab sie!"
5. Meine
forumgehts? 24.08.2014
Überlegung: Wenn Gott schon nicht in der Lage ist, die relativ kurze Menschheitsgeschichte in den Griff zu bekommen, wie will er dann die Ewigkeit managen? Falls das irdische Geschehen jedoch seinen Intentionen entspricht, dann lasst alle Hoffnung fahren! Wer traut sich zu, meine Skepsis bez. des Paradieses zu entkräften?
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