Brief an Veranstalter "Rock am Ring"-Besucher fordern Geld zurück

Das vorzeitige Ende des Festivals "Rock am Ring" hat ein juristisches Nachspiel: Mindestens 21 Teilnehmer verlangen, dass Veranstalter Marek Lieberberg ihnen Geld zurückzahlt.

"Rock-am-Ring"-Besucher auf dem Weg nach Hause
DPA

"Rock-am-Ring"-Besucher auf dem Weg nach Hause


Mehrere Besucher des Musikfestivals "Rock am Ring" wollen wegen des wetterbedingten Abbruchs Geld zurück. Bislang hätten sich 21 Betroffene der Forderung angeschlossen, sagte Rechtsanwalt Andreas Tryba, der die Festivalbesucher vertritt. "Die Chance auf eine Teilrückerstattung des Ticketpreises ist sehr groß", sagte er. Zuvor hatte die "Rhein-Zeitung" über die Forderungen berichtet.

Tryba zufolge will seine Kanzlei noch am Donnerstag ein Schreiben an "Rock am Ring"-Macher Marek Lieberberg schicken. Ziel sei eine außergerichtliche Einigung. "Es ist keiner daran interessiert, dass man das vor Gericht bringt." Man warte nun auf eine Reaktion von Lieberberg und dessen Versicherung.

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Wetterchaos bei "Rock am Ring": Die Show ist beendet

Offen bleibt, wie viel Geld es zurückgeben könnte. "Wir setzen 50 Prozent des Ticketpreises an", sagte Anwalt Tryba. Schließlich seien am Sonntag zwei Hauptacts ausgefallen, hinzu komme die Unterbrechung am Samstag.

Bei dem Musikfestival in der Eifel waren am vergangenen Wochenende mehr als 70 Besucher durch Blitzeinschläge verletzt worden. Am Sonntag folgte dann wegen weiterer drohender Unwetter der Abbruch.

msc/dpa

insgesamt 21 Beiträge
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antares56 09.06.2016
1. Das ist doch wohl das mindeste!
Natürlich sollten die Zuschauer und Fans einen grossteil ihres Eintrittsgeldes zurück bekommen! Denn die bezahlten Leistungen wurden vom Veranstalter NICHT erbracht!
ekel-alfred 09.06.2016
2. Freiluftveranstaltung!
Der Lieberberg kann das Wetter beeinflussen? Echt? Mal im Ernst, wer eine Freiluftveranstaltung besucht, kann doch nicht allen Ernstes vom Veranstalter besseres Wetter einklagen? Außerdem lag es ja nicht am Veranstalter selbst, sondern an der Gemeinde, die eine Fortführung des Festivals untersagt hatte. Manchmal muss man Menschen offenbar vor sich selbst schützen. Wären sie vom Blitz getroffen worden, wäre das Geschrei groß.
Thorkh@n 09.06.2016
3. So ein Quatsch ...
... wer ein Open-Air-Festival besucht, sollte wirklich wissen, dass es wegen höherer Gewalt wie unliebsamen Naturereignissen zum vorzeitigen Abbruch kommen kann. Wenn man das nicht zu akzeptieren bereit ist, sollte man einer solchen Veranstaltung besser fern bleiben.
freigeist1964 09.06.2016
4. Höhere Gewalt
der Veranstalter muss ja trotzdem die Artists bezahlen, auch wenn sie auf Grund des Wetterverhälnisse nicht spielen durften. Sollte der Veranstalter gerichtlich dazu verdammt werden, die Kosten zu erstatten, dann wird dies das letzte mal gewesen sein, dass dieses Festival stattgefunden hat und 10000nde werden sich dann bei den paar Egoisten bedanken können, die eine Erstattung der Eintrittspreise erzwungen haben.
Bürger Icks 09.06.2016
5. War mal...
...auf einem kleinem HipHop-Festival im tiefsten Osten Deutschlands, kurz nach der Wende. Am letzten Tag durfte die Bühne wegen Orkanwarnungen, der Orkan kam dann auch, nicht mehr benutzt werden. Sofort kamen Lautsprecherdurchsagen, ein Kassenwagen und die Besucher haben sofort für den ganzen Sonntag ihr Geld zurückbekommen. Noch bevor sich jemand hätte beschweren können, was aber vermutlich niemand getan hätte, wer kann denn was fürs Wetter? Wir hatten dann zusammen mit DJ Tommek in seinem Tourbus den ganzen Tag aufgelegt und Party gemacht, womit dieser Sonntag zum besten Tag des Festivals wurde, auch für die anderen Besucher vor dem Bus, die sich wohl nie beschwert hätten, wegen höherer Gewalt wie Wetter. Anderes Publikum?
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