Unwetter-Chaos "Rock am Ring" öffnet Eingänge wieder

Über 80 Verletzte, Unwetter und Blitzschlag: Stundenlang war die Show bei "Rock am Ring" unterbrochen. Nun soll es vorerst weitergehen - doch für Sonntag gibt es offenbar keine Spielgenehmigung.

DPA

Seit dem frühen Nachmittag bangen die Besucher von "Rock am Ring" um ihr Festivalvergnügen. Nun soll es weitergehen. Gegen 21.30 Uhr standen die ersten Bands wieder auf der Bühne. Die Eingänge zum Festivalgelände wurden bereits 20.40 Uhr wieder geöffnet. Ein alternatives Spielprogramm für den Abend wurde veröffentlicht.

Doch dann bald die schlechte Nachricht: Veranstalter Marek Lieberberg verkündete auf der Bühne, dass er für den Sonntag keine Spielgenehmigung erhalten habe. Damit wäre das Festival in wenigen Stunden beendet.

Aufgrund der unsicheren Wetterlage hatten die Veranstalter gegen 14.30 Uhr in einer Pressekonferenz verkündet, dass der Showbetrieb vorläufig ausgesetzt werde. Stundenlang harrten die Fans anschließend auf den Campingplätzen oder in ihren Autos aus. Nun gibt es Entwarnung - in der Nacht soll es nicht mehr zu Gewittern kommen, schreiben die Veranstalter auf ihrer Homepage unter Berufung auf den Meteorologen vor Ort. Die Gummistiefel sollten Festivalbesucher dennoch anbehalten. Denn nach wie vor rechnen Wetterexperten mit Regenschauern.

Als Headliner stehen für den Abend unter anderem die Red Hot Chili Peppers, Killswitch Engage, Billy Talent sowie The Boss Hoss auf dem Programm.

Bereits der Auftakt des Festival am Freitag war von heftigen Regenfällen begleitet. Kurz nach 20 Uhr brach dann ein ungewöhnlich heftiges Gewitter aus. Blitze schlugen nahe der Bühne ein, auf den Campingplätzen wurden zahlreiche Zelte zerstört. Die zuständigen Behörden sprachen am Samstag von insgesamt 81 Verletzten. Zwei der Besucher mussten reanimiert werden, die meisten seien jedoch auf dem Weg der Besserung.

asc



insgesamt 28 Beiträge
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bikerrolf 04.06.2016
1. Hauptsache, der Rubel rollt
Was soll's. In Woodstock hat's ja auch tagelang geregnet. Allerdings gab es dort kein Gewitter und keine Verletzte durch Gewitter. Wobei immer noch die verheerenden Spätfolgen eines Blitzkontakts unterschlagen werden. Der schädigt das gesamte Nervensystem. Wer mal so einen armen Tropf nach Jahren erlebt hat, weiß: Das ist ein teuer bezahltes Musikvergnügen.
gigi76 04.06.2016
2. es geht nur ums Geschäft
Liederberg bangt um seine Millionen. Die müsste er nämlich an die Besucher zurückerstatten, wenn er das Festival nicht durchführen kann. Deswegen, trotz 81 Verletzter, weiter gehts.
haegar37 04.06.2016
3. beruhige dich mal...
wie oft kommt es vor, dass es bei Amateur Fußballspielen zu Blitz Schlägen kommt? ? ?
soisses007 04.06.2016
4. Unfassbare Verantwortungslosigkeit
Herrn Lieberberg droht wohl die Insolvenz. Bei dieser Gefahrenlage eine solche Veranstaltung durchzuführen ist kriminell. Die Allgemeinheit/Krankenkassen finanzieren die FW+RD. Diese Kosten sollten asap Herrn Lieberberg in Rechnung gestellt werden. Gewinn wird privatisiert und Risiken sozialisiert.
cranzinger 04.06.2016
5. nichts gelernt?
Sowohl Behörden als auch Veranstalter müssen sich nun fragen warum man ein Festival ohne hinreichende Evakuierungsmöglichkeiten genehmigt bzw. durchführt. Aus den Schäden 2015 hat man anscheinend keine andere finanzierbare Risikoabwehr gefunden außer hoffen und beten...90.000 Zuschauer auf freiem Feld in ihren Zelten 5 km von ihren schützenden Autos entfernt... Keine Blitzsicheren Hallen zum unterstellen... Lieberberg sollte die Durchführung weiterer Veranstaltungen untersagt werden, denn er hat bewusst das Risiko in Kauf genommen.
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