Kinderfreies Restaurant auf Rügen Morddrohungen gegen den Wirt - aber auch viel Zuspruch

Auch nach Wochen erhitzt ein Restaurant auf Rügen, in dem ab 17 Uhr keine Kinder unter 14 geduldet werden, die Gemüter. Der Wirt erhielt auf Facebook Morddrohungen - aber per Mail auch viel Unterstützung.

Schild vor "Oma's Küche und Quartier"
Rudolf Markl

Schild vor "Oma's Küche und Quartier"


Beschimpfungen in den sozialen Medien, aber vor allem Zuspruch - der Rügener Gastronom Rudolf Markl will sein Restaurant "Oma's Küche" in Binz auch weiterhin ab 17.00 Uhr kinderfrei halten. Die Reaktionen auf seinen Vorstoß seien zu 98 Prozent positiv gewesen - wenn man Facebook ausklammere, sagte er.

Er habe mehr als 1000 Mails erhalten - auch von Lehrern, Erziehern und anderen Gastronomen, die fast ausnahmslos seinen Vorstoß begrüßten. Auf Facebook habe er dagegen auch Morddrohungen und wüste Beschimpfungen gelesen. Seit dem 13. August öffnet Markl sein Restaurant am Abend nur noch für Gäste über 14 Jahren.

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE hatte Markl seine Motive für die Entscheidung dargelegt. Er habe überhaupt nichts gegen Kinder. Vielmehr hätten deren Eltern sich in den letzten Jahren zum Problem entwickelt. Sie gäben die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder an das Restaurantpersonal ab (Lesen Sie hier das ganze Interview mit Wirt Rudolf Markl).

mhe/dpa



insgesamt 170 Beiträge
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salubrious-herb 25.08.2018
1.
Keine Frauen im Restaurant? Sexismus! Keine Türken im Restaurant? Rassismus! Keine Schwulen im Restaurant? Homophobie! Keine Kinder im Restaurant? Super Sache!
martine-primus 25.08.2018
2. ich finde das absolut okay
wir haben zwar selbst drei Kinder, die aber nie unangenehm auffielen, weil wir drauf achteten und erzogen! Unser Jüngster ist nun zwölf Jahre alt und recht groß. Mich würde interessieren, ob der Herr Markl sich den Ausweis des Kindes zeigen lässt als Einlasskontrolle? Ignoranz seitens der Mitmenschen hat jedenfalls immer größere Ausmaße angenommen. Diese Menschen schaffen sich Kinder oder Hunde an, lassen diese dann aber unerzogen auf die Umwelt los. Ich möchte weder von Kindern belästigt werden am Tisch, noch möchte ich angesprungen werden von unerzogenen Hunden. Und wir haben auch einen Hund - bin also kein Hundehasser! Und dass die Kinder in vollem Restaurant herumrennen und die Bedienung mit vollen Tabletts gucken muss, wie sie sich den Weg bahnen kann, geht einfach nicht.
frankenbaer 25.08.2018
3. Ständig Morddrohungen
Da stellt sich doch die Frage, waren diese kranken Vollpfosten immer schon da? Ist erst durch die leichte Verbreitungsmöglichkeiten dieser kruden Gedankenwelt per Netz die Anhäufung deutlich geworden? Oder hat dies erst diese Haltung generiert? Auf jeden Fall wird bei gleichbleibender Zunahme der Verblödung die Aufnahmekapazität der Klapsmühlen bald erschöpft sein!
jkleinmann 25.08.2018
4. Hausrecht
Der Wirt hat Hausrecht, und so wie es Familienhotels und andere entsprechende Einrichtungen gibt, so ist es auch legitim, ein Restaurant zu betreiben bzw. als Kunde aufzusuchen, in welchem ungestört von Urlaubskindergeschrei und - gerenne gespeist werden kann. Ich hoffe, dass die Facebook-Nutzer, welche Morddrohungen ausgesprochen haben identifiziert und angemessen bestraft werden. Eine Account-Sperrung ist von Seiten Facebooks das Mindeste, und wenn die Nutzer in ihrem Profil nicht ohnehin ihre Identität preis geben, so muss eine Nachverfolgung via IP möglich sein. Hier sollte endlich eine Null-Toleranz-Politik zum Tragen kommen.
hitcher 25.08.2018
5. wo ist das Problem?
Lokale für Raucher, Gaststätten für Singles, Restaurants für Erwachsene, Gärten für Biertrinker, Höfe für Weintrinker... Wieso fühlt sich eigentlich immer jemand diskriminiert???
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