München/Augsburg - Das Augsburger Ordinariat bestätigte am Donnerstag, dass Walter Mixa seinen Ruhestand in einem Frauenkloster verbringen wolle. Nach Angaben des Kultusministeriums bekommt der zurückgetretene Bischof von Augsburg rund 70 Prozent seiner früheren Bischofsbezüge als Ruhestandsgeld. Das sind brutto etwa 5400 Euro - plus einer Aufwandsentschädigung als früherer Militärbischof.
Mixa wird den Angaben zufolge ohne seelsorgerischen Auftrag bei den Franziskanerinnen der Maria-Stern-Schwestern in Fünfstetten im Landkreis Donau-Ries wohnen. Er habe als emeritierter Bischof keinen Dienstherren, hieß es. Der Ort Fünfstetten gehört zum Bistum Eichstätt, die Franziskanerinnen unterstehen aber der Diözese Augsburg. In beiden Bistümern war Mixa Bischof.
Es steht Mixa frei, Aushilfen in der Seelsorge anzunehmen und Sakramente wie Firmungen zu spenden, wie das Ordinariat berichtete. Das habe ihm der Papst ausdrücklich zugebilligt. Mixa war nach Prügelvorwürfen aus seiner Zeit als Stadtpfarrer in Schrobenhausen im Mai von seinem Amt zurückgetreten. Als Nachfolger hat der Papst den Görlitzer Bischof Konrad Zdarsa berufen, der im Oktober in Augsburg in sein Amt eingeführt werden soll.
jjc/dpa
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