Rumänien Braunbären attackieren Touristen

Seit Jahren erlebt Rumänien eine wahre Braunbärenplage. Zuletzt griffen die Tiere zunehmend auch Touristen an.

Braunbär
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Braunbären in Rumänien gehen zunehmend auch auf Sommertouristen los. Wie die Behörden melden, attackierten Bären gleich zwei Camper. Rettungskräfte mussten zudem fünf Touristen sichern, die vor einem der Tiere flüchten mussten.

Rumänien hat seit Jahren mit einer Plage der Braunbären zu kämpfen. In den rumänischen Karpaten lebt die größte Braunbärenpopulation Europas außerhalb Russlands. Nach Angaben des Umweltministeriums sollen es 6000 bis 6500 Tiere sein.

Die Hauptursache für die Bärenattacken sei das "von der Norm abweichende Verhalten" einzelner Problemtiere, hatte das Bukarester Umweltministerium im vergangenen Jahr mitgeteilt. Tierschützer können darüber nur den Kopf schütteln, sie verweisen auf einen immer kleiner werdenden Lebensraum der Tiere.

Einer der nun angegriffenen Touristen wurde nachts schlafend in seinem Zelt heimgesucht und an der Hand verletzt. Der Braunbär suchte wohl nach Nahrung. Ein anderer wurde aus seinem Zelt gejagt und erlitt Wunden an den Armen.

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Bären in Karpaten: Raubtierangriffe häufen sich

Die Touristengruppe flüchtete vor einer Bärenmutter, die mit ihren Jungen unterwegs war und das Gepäck der Reisenden vor deren Augen zerpflückte.

Erst vergangene Woche wurden zwei Männer in einer Kleinstadt angefallen und verletzt und mussten daraufhin im Krankenhaus behandelt werden.

Seit vielen Jahren berichten Medien regelmäßig über Zwischenfälle mit Bären in Rumänien. Auch Menschen starben schon durch Bärenattacken, 2013 etwa ein Schäfer im Kreis Harghita.

tin/AP



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