Amsterdam: Züge stoßen zusammen - mehr als 100 Verletzte
Der Unfall ereignete sich im Zentrum der Stadt: In Amsterdam sind zwei Züge frontal zusammengeprallt. Rund 100 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer.
Amsterdam - Die Züge kamen sich entgegen - und zwar auf ein und demselben Gleis. Noch ist unklar warum. Bei dem Frontalzusammenstoß im Zentrum von Amsterdam sind der niederländischen Polizei zufolge am Samstagabend mehr als 100 Menschen verletzt worden. Zunächst war von rund 60 Verletzten die Rede.
Nach Angaben eines Sprechers der niederländischen Bahn prallten ein Schnellzug und ein doppelstöckiger Regionalzug unweit des Bahnhofs von Amsterdam-Sloterdijk aus zunächst unbekannten Gründen aufeinander. 51 Menschen hätten bei der Kollision "schwere oder sehr schwerere Verletzungen" erlitten, zitierte die Rundfunkanstalt AT5 den Polizeisprecher Ed Kraszewski.
Keiner der beiden Züge stürzte um. Fotos des Unfallorts zeigen die beiden dem Anschein nach relativ gering beschädigten Züge auf einem einzigen Gleis stehend. Die Verletzten hätten vor allem Knochenbrüche und Prellungen erlitten, sagte der Sprecher der Bahngesellschaft.
Einer der beiden Züge sei auf dem Weg nach Uitgeest Richtung Westen unterwegs gewesen, sagte ProRail-Sprecherin Babet Verstappen. Der andere Zug sei Richtung Nimwegen im Osten der Niederlande gefahren. Auf einer Brücke zwischen dem Bahnhof Sloterdijk und dem Hauptbahnhof von Amsterdam sei es zu der Kollision gekommen. Rettungskräfte seien am Unfallort, um die Verletzten zu versorgen.
Augenzeugen berichteten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge, sie hätten zunächst das Warnsignal eines Zuges gehört, dem Sekunden später das Geräusch des Aufpralls folgte. Innerhalb von acht Minuten seien die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle gewesen. Sie verschafften sich teilweise mit Leitern Zugang zu den Waggons und hebelten Türen auf.
Wegen des Unfalls war der gesamte Bahnverkehr im Westen von Amsterdam unterbrochen. Auch die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen Schiphol war unterbrochen. Die Störungen im Bahnverkehr dürften noch den ganzen Abend andauern.
bos/dpa/AFP/dapd
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