"Sandy"-Benefizkonzert: "Wir werden die Opfer nicht vergessen"

Songs gegen die Not: Zahlreiche Stars sangen für die Opfer der Sturmkatastrophe an der US-Ostküste. Jon Bon Jovi, Christina Aguilera und Bruce Springsteen warben für Spenden, um den Geschädigten zu helfen. Die Zahl der ums Leben gekommenen Menschen steigt weiter.

Benefiz-Konzert: Rocken für die Sturmopfer
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REUTERS

New York - Mit einem einstündigen TV-Benefizkonzert haben Stars wie Jon Bon Jovi, Christina Aguilera, Billy Joel, Sting und Bruce Springsteen Spenden für die Opfer des Wirbelsturms "Sandy" gesammelt. "Ich bin in Staten Island geboren, das ist vom Sturm sehr hart getroffen worden", sagte Sängerin Christina Aguilera zum Auftakt der live vom TV-Sender NBC übertragenen Show am Freitagabend in New York. "Wir werden die Opfer nicht vergessen. Wir werden machen, was wir können."

Auch die Schauspieler Danny DeVito und Whoopi Goldberg traten auf. Die kurzfristig organisierte Show wurde ohne Werbung ausgestrahlt und von Unternehmen gesponsert. Alle Spenden gingen an das amerikanische Rote Kreuz. Wie viel Geld zusammenkam, wurde zunächst nicht bekannt.

Das Konzert sollte auf mehreren Kanälen von NBC Universal Networks ausgestrahlt werden. Auch andere Sender waren eingeladen, die Show zu übertragen. Viele lehnten das Angebot ab. Der Unterhaltungskonzern Walt Disney, dem der Sender ABC gehört, kündigte an, zwei Millionen Dollar an das Rote Kreuz zu spenden. Zahlreiche Sendungen auf ABC sollen am kommenden Montag für einen "Tag des Gebens" werben. Auch CBS, Viacom, MTV und das Fox Network kündigten Spenden an.

Die gesamte Ostküste kämpft weiter mit den Folgen des verheerenden Supersturms. Wer in der Region "Sandy" glücklich überstanden hat und noch ein Dach über dem Kopf besitzt, könnte bald schon vor einem neuen Problem stehen: Das Heizöl ist knapp, und die weitverbreiteten Stromausfälle bedeuten für viele Bewohner eisige Wohnungen. Ein Kälteeinbruch im Großraum New York wird voraussichtlich Anfang nächster Woche die Temperaturen auf zwei bis drei Grad Celsius sinken lassen.

Benzin wird knapp

Auch Tage nach dem Sturm sind Hunderttausende in den betroffenen Regionen noch ohne Strom, der Alltag ist trotz aller Bemühungen weit von der Normalität entfernt. Den New Yorkern geht nun auch noch der Kraftstoff aus. "No Gas!" ("Kein Benzin!") stand an immer mehr Tankstellen, an anderen bildeten sich lange Schlangen. Deshalb hat Präsident Barack Obama jetzt Treibstofflieferungen in die Katastrophengebiete angeordnet.

Die Zahl der ums Leben gekommenen Menschen steigt weiter. Wie der US-Sender CNN in der Nacht zum Samstag berichtet hat, starben mindestens 106 Menschen. Allein in der Stadt New York verloren nach neuen Angaben der Behörden 41 Menschen ihr Leben. Am Freitag wurde der weltberühmte New-York-Marathon abgesagt. Wegen der gravierenden Folgen des Wirbelsturms für die Millionenmetropole werde das Sportereignis mit 47.000 Läufern am Sonntag nicht wie geplant stattfinden, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg.

suc/dpa/Reuters/dapd

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insgesamt 16 Beiträge
pillorello 03.11.2012
*dreht sich die ganze Berichterstattung immer nur um New York? In Haiti und Kuba sieht es richtig schlecht aus. Aber da ist kein Wahlkampf...
*dreht sich die ganze Berichterstattung immer nur um New York? In Haiti und Kuba sieht es richtig schlecht aus. Aber da ist kein Wahlkampf...
treehugger 03.11.2012
...ne Scheibe abschneiden. So eine Solidarität kann man sich hier nur wünschen. Die Amis haben ja viele seltsame Eigenschaften, doch Solidarität mit ihren Mitmeschen wird hier groß geschrieben. Da werden ruckzuck aus dem nichts [...]
...ne Scheibe abschneiden. So eine Solidarität kann man sich hier nur wünschen. Die Amis haben ja viele seltsame Eigenschaften, doch Solidarität mit ihren Mitmeschen wird hier groß geschrieben. Da werden ruckzuck aus dem nichts Spendenaktionen und viele andere Veranstaltungen für den guten Zweck organisiert. Der eine backt, der andere bastelt, da hilft jeder jedem...
josifi 03.11.2012
Immer dieses Genöle... Lesen Sie es halt nicht. Ist doch nur noch eine Meldung unter vielen!
Zitat von pillorello*dreht sich die ganze Berichterstattung immer nur um New York? In Haiti und Kuba sieht es richtig schlecht aus. Aber da ist kein Wahlkampf...
Immer dieses Genöle... Lesen Sie es halt nicht. Ist doch nur noch eine Meldung unter vielen!
janne2109 03.11.2012
Es gäbe auch hier in Deutschland genug zu helfen, packen Sie's an, nicht immer nur schimpfen
Zitat von pillorello*dreht sich die ganze Berichterstattung immer nur um New York? In Haiti und Kuba sieht es richtig schlecht aus. Aber da ist kein Wahlkampf...
Es gäbe auch hier in Deutschland genug zu helfen, packen Sie's an, nicht immer nur schimpfen
janne2109 03.11.2012
na da haben Sie einiges vergessen, auch bei uns gab e ruck-zuck Konzerte etc. Auffällig, dass in Amerika sich immer die gleichen melden. Grundsätzlich ist Charity in Amerika üblicher, was daran liegt, dass der Staat weniger [...]
Zitat von treehugger...ne Scheibe abschneiden. So eine Solidarität kann man sich hier nur wünschen. Die Amis haben ja viele seltsame Eigenschaften, doch Solidarität mit ihren Mitmeschen wird hier groß geschrieben. Da werden ruckzuck aus dem nichts Spendenaktionen und viele andere Veranstaltungen für den guten Zweck organisiert. Der eine backt, der andere bastelt, da hilft jeder jedem...
na da haben Sie einiges vergessen, auch bei uns gab e ruck-zuck Konzerte etc. Auffällig, dass in Amerika sich immer die gleichen melden. Grundsätzlich ist Charity in Amerika üblicher, was daran liegt, dass der Staat weniger hilft. Aber Deutschland ist eines der großzügigsten Spenderländer, das sollte dann doch mal nicht unerwähnt bleiben. Und basteln für einen guten Zweck etc. können Sie hier auch.
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  • Samstag, 03.11.2012 – 08:41 Uhr
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"Sandy" - Bote des Klimawandels?

Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun
Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun sind im Grunde das gleiche Wetterphänomen. Bei allen vieren handelt es sich um Wirbelstürme, die entstehen, wenn sich um ein großes Tiefdruckgebiet ein Sturmfeld bildet. Je nach Stärke und Größe kann es erhebliche Verwüstungen anrichten.

Ein Orkan entsteht, wenn kalte Luft vom Nordpol auf warme Luft aus dem Süden trifft. An der Grenze, der sogenannten Polarfront, ziehen die Luftmassen aneinander vorbei. Dabei können Drehbewegungen entstehen, in deren Zentrum der Luftdruck stark abfällt und Tiefdruckwirbel mit starken Winden ausgelöst werden.

Tropische Wirbelstürme entstehen dagegen über aufgeheizten Wassermassen im Ozean. Die aufsteigende Luft erzeugt einen Unterdruck, der Luft aus der Umgebung ansaugt. Dieser Kamineffekt wird durch das warme Wasser weiter befeuert. Die Luftmassen werden durch die sogenannte Corioliskraft, die aus der Erdrotation entsteht, in Drehung versetzt.





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