Schweiz Neuntes Todesopfer nach Wettereinbruch in den Alpen

Das Sturmtief in den Schweizer Alpen hat ein weiteres Menschenleben gefordert. Am Mittwoch erlag eine weitere Skiwanderin ihren Verletzungen.

Arolla Gletscher
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Arolla Gletscher


Nach einem Unwetter in den Schweizer Alpen ist die Zahl der ums Leben gekommenen Skiwanderer auf sieben gestiegen. Eine italienische Frau sei am Mittwoch ihren Verletzungen im Krankenhaus erlegen, teilte die Polizei mit. Zusammen mit zwei tödlich verunglückten Bergsteigern kamen damit insgesamt neun Menschen ums Leben, als sie am Sonntag von einem plötzlichen Wettereinbruch überrascht wurden.

Die Skiwanderer gehörten zu zwei Gruppen aus insgesamt 14 Deutschen, Italienern und Franzosen und Bulgaren. Unter den Todesopfern sind neben der am Mittwoch verstorbenen Italienerin fünf weitere Italiener und eine Bulgarin. Sie gerieten nach Polizeiangaben am knapp 3800 Meter hohen Pigne d'Arolla unerwartet in einen Sturm und verbrachten die Nacht zum Montag im Freien. Ein Mitarbeiter einer Berghütte alarmierte die Rettungskräfte, die eine umfangreiche Hilfsaktion starteten.

Etliche tödliche Unglücke in den Alpen

Mehrere der Skiwanderer wurden mit Unterkühlungen vorgefunden. Einer war bereits tot, drei verstarben kurze Zeit später im Krankenhaus. Ein weiterer erlag am späten Montagabend seinen Verletzungen. Die Bulgarin starb am Dienstag.

Bei den verunglückten Bergsteigern handelte es sich um zwei Schweizer im Alter von 21 und 22 Jahren. Sie waren nach Angaben der Polizei im Gebiet zwischen den Kantonen Wallis und Bern von dem Unwetter überrascht worden. Am Sonntagabend wurden sie als vermisst gemeldet. Ihre Leichen wurden am Montagmorgen gefunden.

Seit Anfang des Jahres haben sich im Zusammenhang mit Unwettern und Lawinen etliche tödliche Unglücke in den Schweizer Alpen ereignet. Seit dem 7. April fehlt von dem deutschen Unternehmer Karl-Erivan Haub jede Spur. Der Tengelmann-Chef kehrte von einer Skitour an der schweizerisch-italienischen Grenze nicht zurück.

mik/AFP



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