Kampf zwischen Angler und Seelöwe "Ich dachte, ich würde sterben"

Stolz posierte Dan Carlin mit seinem Fang - doch auf seinen Fisch hatte es auch ein Seelöwe abgesehen. Es folgten ein Kampf mit dem Tier und ein unfreiwilliger Tauchgang. Jetzt hat der Angler erstmals über seine Todesangst gesprochen.

Carlin mit seiner Beute - und dem tierischen Angreifer: "Seelöwen sind gefährlich"
AP

Carlin mit seiner Beute - und dem tierischen Angreifer: "Seelöwen sind gefährlich"


Es war die Idee seiner Frau: Er solle doch mal schön in die Kamera lächeln, habe sie ihm gesagt; und den Riesenfisch hochhalten, den sie soeben in einer Bucht vor San Diego gefangen hatten. Also tat Dan Carlin, worum seine Ehefrau Trish ihn gebeten hatte - und landete kurze Zeit später im Krankenhaus.

Denn in dem Moment, in dem Carlin mit seiner Beute posierte, schnappte ein Seelöwe nach dem Fisch - und erwischte Carlins Hand. So erzählt es der 62-Jährige jetzt, rund drei Wochen nach dem Unfall, die Szene ist dank seiner Ehefrau auf einem Foto festgehalten.

Er sei durch die Attacke ins Wasser gefallen und gegen das Boot geprallt, sagte Carlin im Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Der Seelöwe habe ihn anschließend etwa sechs Meter unter Wasser gezogen. "Nach 15 Sekunden dachte ich, ich würde sterben." Er habe zwar weitergekämpft, sei sich zugleich aber sicher gewesen: "So werde ich also sterben. Das war einfach unfassbar."

Doch so schlimm kam es nicht. Der Seelöwe habe plötzlich von ihm abgelassen, sagte Carlin. Auf seinem Weg an die Wasseroberfläche sei er aber noch in den Fuß gebissen worden.

Carlin verbrachte zwei Tage im Krankenhaus, seine Hand musste mit 20 Stichen genäht werden. Er hoffe, er werde schnell wieder gesund, in der kommenden Woche wolle er wieder zum Fischen fahren.

Carlin beschreibt sich selbst als erfahrenen Surfer, Taucher und Angler. Der Vorfall habe gezeigt, wie gefährlich Seelöwen sein könnten - "unabhängig davon, dass Menschen oft keine Angst vor ihnen haben".

Im Video: Seelöwe schnappt Anglertrophäe im Hafen (2013)

YouTube/asobonline

aar/AP

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insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
davemciroy 30.04.2015
1. Karma
Wie er den Fische, so der Seelöwe ihn.
FelixHerbst 30.04.2015
2. Alle Raubtiere sind potenziell gefährlich
sie greifen nur oft nicht an weil es dafür keinen Grund gibt. Das ändert sich, wenn man sich mitten in ihren Jagsrevieren hinstellt und mit einem riesigen Stück ihres natürlichen Futters herumwedelt. Gehirn benutzen hat schon vielen geholfen, sollte der Gentleman auch mal ausprobieren.
KuGen 30.04.2015
3. Vice Versa
Nur so zum Zeitvertreib (Hobby) betreibt Carlin das Angeln und tötet dabei Tiere. Und nun wäre er dabei fast selbst getötet worden. So what?
fatherted98 30.04.2015
4. tja...
...Natur kann tödlich sein. Auch so ein "Kuscheltier" wie ein Seelöwe hat scheinbar potential zum Killer...
Bueckstueck 30.04.2015
5.
Die haben eben gespannt, dass man diesen trägen Landtieren das Essen leicht aus den Pfoten schnappen kann.
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