Südkorea Gericht erlaubt Import von Sexpuppen

Vulgär, aber erlaubt: Südkoreanische Zollbehörden hatten vermeintlich "moralisch herabwürdigende" Sexpuppen beschlagnahmt. Ein Gericht hat die heiße Ware nun aber ins Land gelassen.

Sexpuppe (Symbolbild)
NurPhoto via Getty Images

Sexpuppe (Symbolbild)


Ein Berufungsgericht in Südkorea hat zugunsten eines Importeurs lebensgroßer Sexpuppen entschieden. Er hatte gegen die Beschlagnahme seiner Ware durch die Zollbehörde geklagt. Obwohl solche Silikonpuppen vulgär erschienen, verstoße ihre Einfuhr nicht gegen das Zollrecht, zitierte die Zeitung "The Korea Times" den Richter.

Das Hohe Gericht in Seoul hob damit ein Urteil aus erster Instanz auf, die noch der Behörde recht gegeben hatte. Der Zoll hatte die Puppen als "moralisch herabwürdigende Produkte" eingestuft, deren Import und Export nach dem Gesetz verboten sei. Ein Verbot, Sexpuppen in dem Land herzustellen, gibt es dem Bericht zufolge aber nicht, ein Produzent in der Provinz Gyeonggi sei bekannt.

Puppen 2017 beschlagnahmt

Die staatliche Intervention in private Angelegenheiten sollte gering gehalten werden, um die Freiheit und Würde des Einzelnen zu schützen, sagte nun aber der Richter. Sexspielzeuge sollten nicht in der gleichen Weise behandelt werden wie anderes obszönes Material.

Der Zoll hatte die Puppen dem Bericht zufolge bereits 2017 sichergestellt. Dagegen klagte das betroffene koreanische Unternehmen. Die jetzige Entscheidung, so die Zeitung, habe Auswirkungen für den einheimischen Markt für Sexpuppen, weil sie "die Tür für ausländische Hersteller" öffne.

apr/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
jung.w66 12.02.2019
1. Endlich
gibt es Frauen welche nicht alles komplizieren und einfach immer ja sagen !
egonv 12.02.2019
2.
Was man so alles verbieten kann...
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