Gefährlicher Airport Sint Maarten Touristin stirbt im Turbinenwind

Der Strand von Sint Maarten zieht "Planespotter" an: Riesige Maschinen fliegen nur wenige Meter über den Köpfen der Urlauber. Nun ist es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen.

Warnschild am Flughafen
imago/ Nature Picture Library

Warnschild am Flughafen


Auf der Karibikinsel Sint Maarten ist eine Touristin vom Turbinenwind eines Flugzeugs weggeschleudert und tödlich verletzt worden. Das teilte die Polizei auf Facebook mit. Die 57-jährige Neuseeländerin habe am Princess Juliana International Airport den Start einer Boeing 737-800 beobachten wollen. Dabei sei sie durch die starke Windentwicklung der Turbinen weggeblasen worden. Sie prallte mit dem Kopf gegen einen Betonblock und erlag ihren schweren Verletzungen.

Die Frau habe mit mehreren Touristen am Mittwoch den Start der Maschine beobachten wollen, als es zu dem Unglück kam. Das berichtet die Zeitung "The Daily Herald". Demnach habe sie sich am Zaun festgehalten, konnte dem Wind jedoch nicht standhalten. Der angeforderte Notarzt konnte die 57-Jährige zunächst offenbar noch wiederbeleben, bevor sie im Krankenhaus verstarb.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits 2012, wie in diesem Video zu sehen ist:

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Der Flughafen auf der zwischen den Niederlanden und Frankreich aufgeteilten Insel liegt gleich neben dem Maho Beach. Wegen der direkt angrenzenden Start- und Landebahn gilt der Strand als Hotspot für waghalsige Touristen und sogenannte "Planespotter", die Flugzeuge beobachten. Die Maschinen müssen aufgrund der Lage der Landebahn weniger als 30 Meter über den Köpfen der Touristen fliegen, um zu landen. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Vorfälle mit Verletzten.

asz/dpa



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