Social Design Award 2018 Wer hat den besten Nachbarn?

Wenn sich Menschen für ihre Nachbarn engagieren: SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL WISSEN suchen herausragende Projekte und Ideen für den Social Design Award. Die Gewinner erhalten 2500 Euro. Machen Sie mit! Die Einsendefrist ist am 31.08.2018 abgelaufen.

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Wie schön, wenn man nette Nachbarn hat! Die gießen die Blumen und sehen nach der Post, während man im Urlaub ist. Die gegenseitige Hilfe ist nicht nur praktisch, sondern macht auch ein gutes Gefühl. Und manche engagieren sich deshalb noch viel intensiver für eine lebendige Gemeinschaft der Nachbarn, mit Aktivitäten, Initiativen, gemeinsamen Projekten.

Und das ist gut so. Denn wenn gesellschaftliche Strukturen, wenn Familien zerfallen, wenn die Menschen nebeneinanderher leben, dann kann nachbarschaftliches Füreinander neue Bindungen und ein neues Gefühl von Zuhause schaffen.

Weil der Staat sich zurückziehe, "brauchen wir engagierte Bürger, die sich in die Gemeinschaft einbringen", sagt Marjetica Potrc, Professorin für Social Design an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, in der aktuellen Ausgabe von SPIEGEL WISSEN.

Um genau solche Ideen geht es beim Social Design Award, den SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE, in Kooperation mit BAUHAUS, jetzt zum fünften Mal vergeben. Gesucht werden Vorschläge, Projekte, Aktionen, Ideen, die die Nachbarschaft lebendiger machen. Mitmachen kann jeder, die Einreichungsfrist läuft bis zum 31.08.2018.

Zu gewinnen gibt es zwei Preise, die mit jeweils 2500 Euro dotiert sind: Einen Gewinner kürt die Jury, den Gewinner des Publikumspreises wählen die Leser von SPIEGEL ONLINE aus einer Shortlist, die Anfang Oktober bekannt gegeben wird.

Die Einsendefrist ist am 31.08.2018 abgelaufen.

Die genauen Wettbewerbsbedingungen finden Sie hier und im aktuellen SPIEGEL WISSEN "Endlich fit!"

Im vergangenen Jahr ging es beim Social Design Award um "Gute Ideen für grüne Stadtoasen". Den Jurypreis gewann "Käthes Garten", ein Projekt des degewo-Quartiersmanagements. Mitten in der Berlin-Neuköllner Gropiusstadt entstand ein Gemeinschaftsgarten für die Anwohner. Diese pflegen nun auf 500 Quadratmetern Beete, pflanzen Gemüse und feiern gemeinsam Feste.

Die "Bananenrepublik" konnte die Leser überzeugen. Auf einem Kreisverkehr mitten in Köln pflanzte Michael Kiefer 2009 eine Bananenstaude und kürte sich selbst zum Präsidenten der "Bananenrepublik zu Köln". Aus dem Kreisverkehr wurde eine grüne Insel. Regelmäßig treffen sich dort Helfer und kümmern sich um ihre runde Bananenrepublik.

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Social Design Award: Die Finalisten 2017

Ein Sonderpreis von BAUHAUS ging an das Integrationsnetzwerk ARINET und ihren "Mobilen Parkplatzgarten". An der Hamburger Sankt-Petri-Kirche, neben einer belebten Einkaufsstraße in der City, pflanzten sie Blumen. Und sie begrünten einen nahe gelegenen Hinterhof, der zum Treffpunkt für Bienen und die Mitarbeiter der umliegenden Büros wurde.



insgesamt 3 Beiträge
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metzelkater 01.05.2018
1. Ruhe ist oberste Bürgerpflicht
Eine gute Nachbarschaft ist eine, die man nicht bemerkt. Die sich weder durch Lärm in Erinnerung ruft, noch einen zu sozialen Interaktionen nötigt.
hobri1 05.05.2018
2.
Dem ersten Kommentar widerspreche ich. Auf dem Land ist ein eine gute Nachbarschaft das A und O. Da kennt man sich und dann kann man auch zur Mittagszeit den Rasenmäher laufen lassen. In der Stadt klappt das natürlich nicht.
dome_berlin 09.07.2018
3. Bürgerpflicht?
Eine gute Nachbarschaft ist eine solche, in der man keine wie "metzelkater" (1. Kommentar) hat. Das sind Menschen, die immer nur Ärger machen und immer auf ihr formelle Recht pochen. Die sind besser in einem Einfamilienhaus mit großem Grundstück aufgehoben und werden sich dennoch mit dem Nachbarn über überhängende Zweige streiten. Ich rege als Anwalt aus Erfahrung. Gute Nachbarschaft MIT sozialen Kontakten über ein deutsche Kopfnicken im Hausflur hinaus sind unbezahltbar!
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