Somalia: Hilfsorganisationen schlagen Alarm wegen Hungersnot

Weltweit hungert eine Milliarde Menschen - das stellt ein Rotkreuz-Katastrophenbericht fest. Hohe Grundnahrungsmittelpreise aufgrund von Spekulationen treffen demnach meist die Ärmsten der Armen. Wegen der Situation in Somalia sind Hilfsorganisationen besonders besorgt.

Reis-Ausgabe in Somalia: Hungersnot in Ostafrika spitzt sich zu Zur Großansicht
REUTERS

Reis-Ausgabe in Somalia: Hungersnot in Ostafrika spitzt sich zu

Genf - Mehrere Nichtregierungsorganisationen (NGO) haben in einem dramatischen Appell zu Hilfe für die hungernden Menschen in Somalia aufgerufen. Noch nie sei die Not so groß gewesen, noch nie hätten so viele Menschenleben auf dem Spiel gestanden, heißt es in dem von World Vision veröffentlichten Aufruf von 20 Hilfsorganisationen, darunter Oxfam und Caritas Schweiz. Mit Beginn der Regenzeit im Oktober werde sich das Leid durch Ausbrüche von Cholera und Malaria noch verschlimmern.

Regierungen wurden aufgerufen, Hilfslieferungen auch in den von bewaffneten Gruppen kontrollierten Gebieten zuzulassen. Außerdem forderten die NGO, diplomatische Gespräche mit den Konfliktparteien zu intensivieren, um humanitäre Hilfslieferungen im ganzen Land zu ermöglichen. Ein gewaltsames Vorgehen lehnten die Hilfsorganisationen ab. "Leben werden eher durch aktiven Dialog als durch militärisches Vorgehen gerettet."

Derzeit hungere rund eine Milliarde Menschen auf der Welt, berichtete die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond- Gesellschaften (IFRC) in ihrem Weltkatastrophenbericht 2011. Angesichts weltweit steigender Preise fordert die Organisation, der Spekulation mit Nahrungsmitteln Einhalt zu gebieten. Durch die Preisentwicklung seien vor allem die Ärmsten der Armen bedroht. Dazu trügen spekulativer Rohstoffhandel, starkes Bevölkerungswachstum, Klimawandel und der deutliche Rückgang einheimischer Agrarproduktionen bei.

"Die Nahrungsmittelpreise kommen den alarmierenden Höhen der Krise von 2008 wieder näher", wird IFRC-Generalsekretär Bekele Geleta zitiert. Es müsse unbedingt in die landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion investiert werden, so Geleta. Die Spekulation müsse gestoppt werden: "Es ist nicht hinnehmbar, dass ein Händler in London oder New York entscheidet, ob ein Vater in einem Land wie Indien es sich leisten kann, seine Kinder zu ernähren."

Derzeit gebe es eine neue Runde inflationärer Preisentwicklungen bei Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mais, Weizen, Öl, Zucker und Salz. So sei der Preis für Mais nach Angaben der kenianischen Behörden in dem ostafrikanischen Land binnen eines Jahres um 160 Prozent gestiegen; der für Zucker allein zwischen Juni und August dieses Jahres um fast 20 Prozent.

wit/dpa/dapd

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1. Wo ist Gott
Berta 22.09.2011
Zitat von sysopWeltweit hungert eine Milliarde Menschen - das*stellt ein Rotkreuz-Katastrophenbericht fest.*Hohe Grundnahrungsmittelpreise aufgrund von Spekulationen treffen demnach meist die Ärmsten der Armen. Wegen der Situation in Somalia sind Hilfsorganisationen besonders besorgt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,787855,00.html
und der Papst und strafen die Spekulanten.
2. Keine Spekulation mit Lebensmitteln
mimeya 23.09.2011
Während Spekulanten, Banken und Investmentgesellschaften mit Lebensmitteln Kasse machen, steigt die Zahl der Hungernden weltweit! Dagegen protestiert die Initiative handle-fair.de!
3. Was sagt der Papst dazu?
doc 123 23.09.2011
Zitat von sysopWeltweit hungert eine Milliarde Menschen - das*stellt ein Rotkreuz-Katastrophenbericht fest.*Hohe Grundnahrungsmittelpreise aufgrund von Spekulationen treffen demnach meist die Ärmsten der Armen. Wegen der Situation in Somalia sind Hilfsorganisationen besonders besorgt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,787855,00.html
Das wäre doch ein wirklich ernsthaftes Thema für den Papst in Deutschland gewesen. Er hätte doch wohl allen Grund dazu bei dieser Wegwerfgesellschaft einmal die moralische Keule zu schwingen, wenn man bedenkt, dass allein durch die weggeworfenen Lebensmittel in Deutschland der Welthunger DREIMALIG beseitig werden könnte!
4. Quatsch
kb26919 24.09.2011
es sind die fanatischen Islamisten die verhindern dass mehr Hungernde versorgt werden koennen.Das sind die Leute die angeprangert werden muessen. Aber das ist wohl nicht kulturell sensibel zu erwaehnen dass die Millitanten den Helfer Einreise in viele Gebiete verweigern.
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