Heftiger Wintereinbruch Tausende Spanier stecken auf Autobahnen im Schnee fest

Das Militär ist unterwegs, um gestrandete Autofahrer zu unterstützen: In Zentralspanien haben schwere Schneefälle ein Verkehrschaos ausgelöst. Unter den Betroffenen wächst die Wut.

MARCOS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Nach starken Schneefällen hängen in Spanien zahlreiche Autofahrer im Schnee fest. Besonders schlimm war die Situation auf der Autobahn AP6 zwischen Madrid und Segovia, wo viele Menschen die Nacht zum Sonntag in ihren Autos verbringen mussten. Die Nothilfeeinheit des spanischen Militärs schickte 250 Soldaten los, um die Autofahrer zu befreien. Am Sonntag steckten nach Angaben der Straßenverkehrsbehörde noch rund tausend Fahrzeuge fest.

"Auf der AP6 stecken viele Autos fest, aber wir arbeiten uns unermüdlich Kilometer für Kilometer vor, um alle so bald wie möglich zu erreichen", erklärte die Militäreinheit UME auf Twitter. Wie im spanischen Fernsehen zu sehen war, versuchten Soldaten und Feuerwehrleute, die Straßen mit Schneepflügen freizuräumen. Festsitzende Autofahrer wurden mit Decken und heißen Getränken versorgt.

Video: Militärhilfe auf spanischer Autobahn - Die Sache mit den Sommerreifen

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Das Winterwetter erwischte viele Spanier auf der Rückreise aus den Weihnachtsferien. Manche Betroffene klagten, sie hätten stundenlang in der Kälte festgesteckt. "Manchen Autos ging das Benzin aus. Wir machen uns so langsam Sorgen", sagte Sara Ramos, die mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Kindern im Schnee festsaß, im Fernsehen. Die Familie hatte die Nacht im Auto verbracht - und zuletzt am Samstagmittag etwas gegessen.

Die Straßenverkehrsbehörde riet betroffenen Autofahrern, den Motor laufen zu lassen, um sich warm zu halten. Der spanische Wetterdienst warnte am Sonntag vor weiteren Schnee- und Regenfällen und starkem Wind und gab für 37 Provinzen Unwetterwarnungen heraus.

jok/AFP



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