Spanische Polizei: Schlagstöcke gegen Anti-Papst-Demonstranten

Die Proteste gegen den Besuch des Papstes beim Weltjugendtag in Madrid gehen weiter. Spanische Polizisten beendeten in der Nacht eine Demonstration gewaltsam. 

Spanische Hauptstadt: Anti-Papst-Demonstranten versammeln sich in Madrid Zur Großansicht
AFP

Spanische Hauptstadt: Anti-Papst-Demonstranten versammeln sich in Madrid

Madrid - Die spanische Polizei ist mit Schlagstöcken gegen etwa 150 Demonstranten vorgegangen, die am Rande des Weltjugendtages in Madrid gegen den Besuch des Papstes protestierten. Die Demonstration auf dem Platz Puerta del Sol sei am Donnerstagabend von mehr als hundert Polizisten gewaltsam beendet worden, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Vor dem Einschreiten der Beamten hätten die Demonstranten eine Aufforderung zur Auflösung ihres Protestes missachtet.

"Sie haben mich fünf oder sechsmal geschlagen", sagte ein 30-jähriger Demonstrant. "Wir sind unbewaffnet gekommen, wir haben nichts getan."

Papst Benedikt XVI. hatte Donnerstagmittag seinen viertägigen Besuch des Weltjugendtags begonnen. Hunderttausende Gläubige im Zentrum der spanischen Hauptstadt bereiteten ihm einen begeisterten Empfang.

Allerdings gab es in den vergangenen Tagen auch immer wieder Proteste gegen den Papst-Besuch. Bei Auseinandersetzungen zwischen Papst-Gegnern und der Polizei wurden am Mittwochabend elf Menschen verletzt. Die Kritiker bemängeln unter anderem die hohen Kosten des Papstbesuchs.

wit/AFP

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insgesamt 25 Beiträge
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1. Linke Maschen
zweimalhamburg 19.08.2011
Diese Berichte sind lächerlich. Ich war auch schon auf Demos. Ich habe NOCH NIE erlebt, dass ein Polizist mit einem Schlagstock auf einen Demonstranten eingeschlagen hat, nur weil er friedlich demonstriert hat. Kein Mensch hat etwas dagegen. Es ist bei den spanischen Demonstranten aber offensichtlich so, dass sie nicht friedlich demonstrieren. Wenn sie dann die Quittung dafür kassieren, rennen sie zuerst zu Journalisten und beschweren sich, danach rennen sie zu ihrer Mama. Und beide - Journalisten und Mama - haben Verständnis.... Und 1 Million katholischer Jugendlicher in der Stadt und keine Vorkommnisse. Es lebe die katholische Kirche!
2. Ab auf's Betroffenen-Sofa
angst+money 19.08.2011
Zitat von zweimalhamburgDiese Berichte sind lächerlich. Ich war auch schon auf Demos....
Immer wieder versuchen Leute, anhand eigener Erlebnisse die ganze Welt zu verstehen. Verständlich, aber selten (höchstens durch Zufall) aussagekräftig. Das sind die Argumente, die man sonst immer liest wenn es um Homöopathie und ähnliches geht.
3. Es lebe die....
angst+money 19.08.2011
Zitat von zweimalhamburgUnd 1 Million katholischer Jugendlicher in der Stadt und keine Vorkommnisse. Es lebe die katholische Kirche!
Da muss ich gleich nochmal einhaken: Es wurde ein christlich angehauchter Student verhaftet, der mit einem Anschlag auf eine Antipapst-Demo gedroht hatte. Auch wenn sich das ganze als Geschwätz herausgestellt hat: umgekehrt gab es nichts dergleichen. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,781085,00.html
4. Nichts ist für einen Linken schlimmer als Fakten
zweimalhamburg 19.08.2011
Zitat von angst+moneyImmer wieder versuchen Leute, anhand eigener Erlebnisse die ganze Welt zu verstehen. Verständlich, aber selten (höchstens durch Zufall) aussagekräftig. Das sind die Argumente, die man sonst immer liest wenn es um Homöopathie und ähnliches geht.
Ich traue dem, was ich selbst erlebt habe, mehr als Journalistenberichten. Wenn Sie denen blind vertrauen, dann gehören Sie auf das Sofa. Im Übrigen brauchen wir Katholiken kein Sofa, wir haben die Beichte. Und - dass es bei 1 Million Katholiken keine Vorkommnisse gibt,dass berichten sogar die Journalisten (und die, die vor Ort waren).
5. x
angst+money 19.08.2011
Zitat von zweimalhamburgIch traue dem, was ich selbst erlebt habe, mehr als Journalistenberichten. Wenn Sie denen blind vertrauen, dann (...)
Und das von einem religiösen? Na sowas. Ich merke schon: Sie wissen nicht, was das Betroffenen-Sofa meine ist. Also hier nochmal ein Link: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,542656,00.html Auch wenn Sie die anscheinend nicht lesen, wie diese Aussage zeigt:
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