Karte Wie ist die Sterbehilfe in anderen Ländern organisiert?


Quellen: Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V., Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften, KNA, Deutsche Stiftung für Patientenschutz

Zum Artikel: Sterbehilfe-Debatte in Deutschland



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insgesamt 9 Beiträge
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Brave 26.08.2014
1. wie kann es sich ein Land
wie Deutschland leisten, eine ärztliche Beihilfe zum suizid zu verweigern. Sterben muss jeder. über den genauen Zeitpunkt sowie die Umstände sollte jeder Mensch bei ausweglosen Krankheitverlaufen aber doch bitte selbst entacheiden können. Was wir aus humanen Gründen bei Tieren dürfen wird dem schwerkranken Menschen bis zum Schluss verwehrt. Ein würdevolles Ableben damit verhindert. Eigentlich unfassbar.
nine1011 13.11.2014
2. Das Problem ist doch ein anderes!
Warum fühlen sich Sterbende zum Sterben gedrängt? Doch eher durch eine Gesellschaft, in der der Tod keinen Platz hat und tabuisiert wird. In einer Gesellschaft in der sofort der Bestatter angerufen wird, sobald jemand verstorben ist, um den Toten abzuholen. In einer Gesellschaft in der die ARD-Themenwoche den Tod zeigt, in dem ein Clown zu Kindern kommt - nein Sterben und Tod ist nicht lustig, verdammt noch mal! Aber Sterben und Tod gehört zum Leben. Und wenn niemand mehr Totenwachen hält, so wie das früher auch üblich war, wenn auch Kinder von Beerdigungen fern gehalten werden und wenn Familien von Verstorbenen geschnitten werden usw., dann hat der Suizid die Möglichkeit, sich in unsere Gesellschaft zu drängen und sich wie ein Geschwür auszubreiten!
brille000 13.11.2014
3. Da haben Sie völlig recht.
Zitat von nine1011Warum fühlen sich Sterbende zum Sterben gedrängt? Doch eher durch eine Gesellschaft, in der der Tod keinen Platz hat und tabuisiert wird. In einer Gesellschaft in der sofort der Bestatter angerufen wird, sobald jemand verstorben ist, um den Toten abzuholen. In einer Gesellschaft in der die ARD-Themenwoche den Tod zeigt, in dem ein Clown zu Kindern kommt - nein Sterben und Tod ist nicht lustig, verdammt noch mal! Aber Sterben und Tod gehört zum Leben. Und wenn niemand mehr Totenwachen hält, so wie das früher auch üblich war, wenn auch Kinder von Beerdigungen fern gehalten werden und wenn Familien von Verstorbenen geschnitten werden usw., dann hat der Suizid die Möglichkeit, sich in unsere Gesellschaft zu drängen und sich wie ein Geschwür auszubreiten!
Friede, Freude, Eierkuchen ... Leben und leben lassen ... einen Tod kennen wir nicht. Der Umgang mit dem Sterben und mit dem Tod ist in dieser Gesellschaft tabuisiert. Aber wir sind alle einmal d'ran und das ist gut so! Wann er sein Leben beenden möchte, das sollte jedem Menschen selbst überlassen bleiben. Es sollte hiebei nicht nur der gesundheitliche Zustand, die "unheilbare Erkrankung" dafür eine Legitimation sein. Es gibt sehr viele Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen freiwillig aus dem Leben scheiden wollen. Warum sollte man dabei das Risiko eines qualvollen weil stümperhaft ausgeführten Freitodes eingehen? Übrigens glaube ich, dass man auch hierzulande diesbezüglich innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer dem Suizid zuträglichen Lösung kommen wird. Was glaubt man denn, wie sich Menschen fühlen, denen die Gesellschaft tagtäglich klarmacht, welche Kosten sie verursachen?
kretzer2 13.11.2014
4. Sterberecht ist Menschenrecht
Wenn ich mich entscheide, sterben zu wollen, dann kenne ich niemanden, dessen wie auch immer begründetes Recht mich daran zu hindern höher steht, als mein Sterberecht. Wie würdevoll sterben Selbstmörder denn heute, wenn sie sich vor Züge oder von Kathedralen werfen? Und wieviel unnötiges Leid von Todkranken, die längst nicht mehr leben wollen und niemand da, der ihnen hilft. Oder helfen darf, dank des Einflusses jener Großsekten, die uns ihre Moral in Gesetzesform aufnötigen.
trevi 13.11.2014
5. Tiere haben es leichter -
Warum können Tiere in Würde und zur Vermeidung von Qualen sterben. zB. ein sehr kranker Hund -ohne längere Lebenschance- in den Armen seines "Frauchens" gekrault und unwissend in den (letzten) Schlaf hindämmern. Dieser ehrenvolle, schmerzverhindernde Tod ist den Menschen, unter bestimmten Voraussetzungen, nicht vergönnt.
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