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Stillverbot im Café: "Ganz klar eine Diskriminierung"

Darf eine Mutter ihr Baby in der Öffentlichkeit stillen? Na klar, sagt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Ein Gesetz zum Schutz des Stillens sei aber nicht nötig.

Demo stillender Mütter in Newcastle (Archiv) Zur Großansicht
Corbis

Demo stillender Mütter in Newcastle (Archiv)

In der Debatte um das Stillen in der Öffentlichkeit springt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Müttern zur Seite. "Wenn Müttern verboten wird, ihr Baby an öffentlichen Orten zu stillen, dann ist das ganz klar eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts", sagte Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle.

Ein Gesetz zum besseren Schutz des Stillens, wie seit kurzem in der Petition einer Berlinerin gefordert, brauche es aber nicht. Auch wenn sich ein Wirt auf sein Hausrecht berufe, dürfe er Frauen nicht wegen Schwangerschaft und Mutterschaft diskriminieren.

Eine Mutter aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg hatte die Online-Petition gestartet. Knapp 6000 Menschen haben bisher unterzeichnet.

Anlass war ein Café-Besuch, bei dem man ihr nach eigenen Angaben vorsorglich das Stillen verboten habe. Nach Angaben des Café-Betreibers gibt es kein Stillverbot - untersagt sei aber offenes Stillen, zum Beispiel am Fenster.

hut/dpa

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