Phantom vom Klauensee Das Krokodil ist ein Biber

Tagelang hat die Polizei nach "Klausi" gesucht, Schlauchboote, Taucher und ein Hubschrauber waren im Einsatz, doch das Krokodil ließ sich nicht blicken. Nun haben die Beamten die Akte geschlossen: Ein Reptil habe es nie gegeben. Dafür einen Biber.

DPA

Schwandorf - Eine Woche lang gab es in Schwandorf (Oberpfalz) nur ein Thema: "Klausi", das Krokodil. Zwei Menschen wollten das Tier im Mittleren Klausensee gesehen haben, die Gegend wurde tagsüber und auch nachts durchkämmt, der See zum Baden gesperrt. Nun gibt es Entwarnung: Das angebliche Krokodil hat sich als Biber entpuppt.

"Die Auswertung der Wildkameras in dem Uferbereich hat keine Anzeichen auf ein Krokodil ergeben", sagte Stadtsprecher Lothar Mulzer am Montag. Damit werde die Akte "Klausi" geschlossen. Es sei davon auszugehen, dass es sich bei dem Tier um einen Biber gehandelt habe.

Die beiden Zeugen hatten angegeben, ein etwa ein Meter langes Tier mit langem Schwanz und Krallen gesehen zu haben. Nachdem die Suchaktionen keinen Erfolg brachten, überwachte die Stadt das Ufer mit vier Wildkameras - 3700 Bilder aus den Fotofallen wurden ausgewertet. "Es waren Füchse, Graureiher, freilaufende Hunde und abgebrochene Äste darauf zu sehen, aber kein Krokodil", sagte Mulzer. Der See wurde inzwischen wieder zum Baden freigegeben.

In der Oberpfalz ist es bereits die dritte angebliche Krokodil-Sichtung in fünf Jahren: Schon 2009 wurde in einem Weiher bei Pressath (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) nach einem Krokodil gesucht. Diese Fahndung blieb jedoch ebenso erfolglos wie die Suche nach einem Krokodil zwei Jahre zuvor in Schwarzenfeld (Landkreis Schwandorf).

aar/dpa



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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
Geographus 16.07.2012
1.
Und jährlich grüßt das Sommerloch!
nervmann 16.07.2012
2. Sommerwahn
Zitat von sysopDPATagelang hat die Polizei nach "Klausi" gesucht, Schlauchboote, Taucher und ein Hubschrauber waren im Einsatz, doch das Krokodil ließ sich nicht blicken. Nun haben die Beamten die Akte geschlossen: Ein Reptil habe es nie gegeben. Dafür einen Biber. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,844689,00.html
Die schwedische Marine soll mal die Sonar-Geräusche von Heringsschwärmen für sowjetische U-Boote gehalten haben. :-)
guteronkel 16.07.2012
3. Krokodil ist jetzt ein Biber
Na, dann knallt doch bitte den Biber ab. Das war doch einzig und allein der Zweck der ganzen Aufregung.
ekenkis 16.07.2012
4. keine Sonargeräusche und keine Heringsschwärme
Die Schwedische Marine hat keine Sonargeräusche von Heringsschwärmen als U-Bootsichtungen kundgetan. Es war noch absurder. Die Marine wusste ganz genau, dass NATO-Uboote und die Uboote vom Warschauer Pakt in schwedischen Gewässern trainierten. Dazu kamen ja die ganze Zeit Überwasser-Sichtungen von Periskopen oder Türmen. Um die Bevölkerung zu beruhigen hat die Marine während der Jahre die absurdesten Behauptungen in der Presse losgelassen. Da waren dann die Minke/Frettchen/Nerze noch die lustigsten. Ein Kollege von mir rumpelte mit dem Kiel seines Segelbootes in der Ausfahrt von seinem Yachthafen über eine metallene "Untiefe", einmal hoch und dann wieder runter. Im Hinblick auf die Proportionen von Ausfahrt und Tiefe konnte es sich nur um ein Mini-Uboot handeln. Der Marinestützpunkt bestritt auf das Heftigste, dass es Mini-Uboote überhaupt gab, das ungeachtet der Tatsache, dass eines seit 50 Jahren im Stockholmer Seefahrtmuseum steht... 1981 gab es den Vorfall im Schutzgebiet Horsfjärden vor Stockholm, wo die Schweden wahrscheinlich ein US-Uboot anbombten aber in einem „Zeitfenster“ von 20 Minuten laufen liessen. 1982 stand dann das sowjetische Whiskey Uboot W-137 im militärischen Sperrgebiet vor Karlskrona mit einem Atomsprengkopf im Torpedorohr (Strahlung gemessen) auf einem Felsen. Das war der “Whiskey on the Rocks” Vorfall. Aber meist waren es laut Marine doch Nerz- oder Seehund-Periskope...;-)
satissa 16.07.2012
5. Das Krokodil Klausi
Dann laßt uns doch den Biber Justin nennen.
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