Erdbeben in Taiwan Einsatzkräfte retten Überlebende aus Trümmern

Die Zahl der Todesopfer bei dem Erdbeben in Taiwan ist auf 37 gestiegen. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Rund zwei Tage nach der Tragödie werden noch Menschen aus eingestürzten Gebäuden befreit.


Rund 55 Stunden nach einem Erdbeben auf Taiwan sind mehrere Überlebende aus den Trümmern gerettet worden. Ein Mann, der bereits am Vortag unter dem Schutt geortet worden war, konnte lokalen Medienberichten zufolge befreit und ins Krankenhaus gebracht werden. Außerdem wurden den Angaben zufolge ein achtjähriges Kind und eine Frau gerettet.

Das Erdbeben der Stärke 6,4 hatte in der Nacht zu Samstag den Süden Taiwans erschüttert. Insgesamt stürzten mehr als zehn Gebäude ein, darunter das 16-stöckige Wei-Kuan-Hochhaus in Tainan. Dort waren 256 Bewohner in fast hundert Wohnungen gemeldet.

Insgesamt konnten Behördenangaben zufolge mehr als 240 Menschen gerettet werden. Doch noch immer werden mehr als hundert vermisst. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf 37 gestiegen. Die Rettungsarbeiten dauern an. "Wir haben noch nicht aufgegeben, auch nicht die kleinste Chance", sagte der Bürgermeister von Tainan.

Seinen Angaben zufolge hat die Staatsanwaltschaft nach Beschwerden von Überlebenden und Angehörigen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Pfusch am Bau aufgenommen. Sollte die Baufirma des Gebäudes gegen Vorschriften verstoßen haben, werde sie zur Verantwortung gezogen.

Taiwan wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, weil die Insel in der Nähe einer Bruchstelle zweier tektonischer Platten liegt. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 waren im September 1999 rund 2400 Menschen ums Leben gekommen. Im Juni 2013 starben vier Menschen bei einem Beben der Stärke 6,3.

Video: Rettungskräfte suchen noch mehr als 130 Vermisste

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aar/dpa/AP

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