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Tattoos und ihre Geschichte: Die Bilder ihres Lebens

Von , London

Xed Le Head auf der Tattoo Convention London: Tintenherz Zur Großansicht
Horst A. Friedrichs

Xed Le Head auf der Tattoo Convention London: Tintenherz

Die tote Mutter, der Glaube, die durchzechte Nacht: Es gibt viele Gründe, warum sich Menschen tätowieren lassen. Wir haben uns auf einer der größten Messen in London umgehört. Hier erklären fünf Besucher die Geschichten hinter ihren Tattoos.

Xed Le Head war 13, als er sich selbst sein erstes Tattoo stach: ein kleines Kreuz auf dem rechten Mittelfinger. Heute ist er 47 Jahre alt und etwa 70 Prozent seines Körpers sind tätowiert. "Wenn ich auf meine Haut blicke, ist das eine Karte meines Lebens", sagt er. Der Tod seiner Eltern, die Rucksackjahre in Europa, die Entscheidung, den Kontakt zu bestimmten Personen abzubrechen - diese Erfahrungen hat er in "richtigen Tattoos" verewigt, sagt Xed Le Head. Es gebe aber auch die "Spaßtattoos", entstanden bei Partys oder aus einer flüchtigen Laune heraus. "In mir gibt es dieses Bedürfnis nach immer mehr", sagt er, "vielleicht werde ich eines Tages einmal erklären können, woher dieser Drang kommt." Xed Le Head arbeitet in einem Tätowierstudio in London.

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Schulter

Im vergangenen Jahr habe ich meine Mutter beerdigt, sie hatte einen Hirntumor. Ein Freund hat mir danach zu Hause das Love-Tattoo gestochen. Ich hatte ein sehr enges Verhältnis zu meiner Mutter. Die Tätowierung verstehe ich aber auch allgemeiner: Es gibt nicht genügend Liebe im Leben.

Horst A. Friedrichs

Linke Brust

Das ist kein Tattoo, das war Spaß. Vor fünf Wochen habe ich einen Freund am Rücken und an seiner Hand tätowiert, er war ziemlich betrunken, während ich an ihm gearbeitet habe. Hinterher wollte er sich revanchieren, also hat er mir dieses Pink gestochen. Wäre er nüchtern gewesen, würde es sicher besser aussehen.

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Linke Wange

Für mich ist das Kreuz ein sehr positives Signal. Und was kann es Schöneres geben, als lauter Pluspunkte im Gesicht zu tragen? Wenn man sich die Zwischenräume genau ansieht, entdeckt man Hakenkreuze. Das hat aber um Himmels willen nichts mit den Nationalsozialisten zu tun. Die Swastikasymbole werden in der indischen Kultur seit Tausenden von Jahren verwendet und symbolisieren Glück. Ich würde mich als spirituelle Person bezeichnen – ich bin auf der Suche nach einem tieferen Sinn im Leben, mich faszinieren die Risse hinter der Fassade.

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Linke Schläfe

Das, was wir Realität nennen, sind nur Magnetwellen. Und was macht eine Welle? Wibble-wobble-wibble-wobble. Der tätowierte Schriftzug ist also eine Art humorvolle Erinnerung daran, wie die Realität ist – oder eben nicht. Ich habe ihn mir vor zwei Jahren in London stechen lassen. Sechs Jahre zuvor hatte ich mich für das Tattoo darunter entschieden, da steht: "It's a topsy turvy world". Es erinnert mich daran, dass im Leben häufig alles drunter und drüber geht.

Horst A. Friedrichs

Rechte Gesichtshälfte

Meine rechte Gesichtshälfte habe ich nur aus dekorativen Zwecken tätowieren lassen, die Motive haben keine tiefere Bedeutung. Vor allem nah am Auge hat es höllisch wehgetan. Ich genieße die Aufmerksamkeit, die ich durch die Tattoos bekomme. Zumindest war das früher so. Heute hätte ich manchmal gerne mehr Ruhe. Aber das ist kaum vorstellbar, ich werde immer angestarrt.

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Rechte Brust

Seit ich 17 Jahre alt bin, wollte ich meinen rechten Oberkörper in dieser Form tätowiert haben. Ich mag diese Kasten- und Schachbrettmotive. Ich konnte mir lange nicht erklären, woher das kam. Aber wenige Monate bevor meine Mutter starb, haben wir uns genau darüber unterhalten. Sie hat mir erzählt, dass ich als kleines Kind ein Lieblingshandtuch mit diesem Muster hatte, das ich überall dabei hatte. Das kann kein Zufall sein.

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Bauch

Die Segler auf Polynesien haben das Mattang früher benutzt, um sich auf der See zurechtzufinden. Mein Tattoo ist aber nur eine Kopie: Letztes Jahr habe ich meinem Vater dieses Motiv sehr groß auf den Rücken gestochen. Kurz vor seinem Tod habe ich ihm versprochen, mir dasselbe Kreuz auf den Bauch stechen zu lassen. Es ist eine Erinnerung an ihn und zugleich ein tröstlicher Gedanke: Wenn du stirbst, weißt du, wo du hingehst.

Horst A. Friedrichs

Hals

Das ist ein buddhistisches Mantra: Om mani padme humi. Für mich bedeutet es die Erkenntnis, dass es neben Zeit, Raum und Realität noch etwas anderes gibt. Mich interessiert, was hinter der kommerziellen Welt liegt, die uns verkauft wird.

Horst A. Friedrichs

Rechte Hand

Das war mein allererstes Tattoo, ich habe es mir selbst gestochen als ich 13 Jahre alt war. Das war überhaupt nichts Besonderes, alle Jungs in meiner Schule hatten solche Tätowierungen, selbst die Neunjährigen. Nach meinem Abschluss hatte ich mehrere Gelegenheitsjobs, aber nie etwas Richtiges. Mit 23 habe ich dann aus dem Tätowieren meinen Beruf gemacht. Das Kreuz erinnert mich bis heute an die Anfänge.

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Paul von der Zwaard, 43, ist aus den Niederlanden nach London gekommen, um an der Tattoo Convention teilzunehmen. "Ich treffe hier alte Freunde und finde hoffentlich ein paar neue", sagt er. Von der Zwaard war vier Jahre lang Seemann, seit 1997 tätowiert er beruflich, inzwischen hat er ein eigenes Studio in Groningen. Mit seinem eigenen Körper sei er noch längst nicht fertig, sagt er. Zwar würden die Schmerzen mit zunehmendem Alter größer. "Aber so ist das eben: Wenn du schwimmen gehst, wirst du nass; wenn du dich tätowieren lässt, spürst du etwas."

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Rechte Handinnenseite

Die Tätowiermaschine ist mein jüngstes Werk, ich habe es mir gestern für 200 Pfund in London stechen lassen. Ich verdiene mit dieser Kunst mein Geld, ich mache das gerne. Das nächste Tattoo kommt auf meine linke Handfläche, es soll ein Magnet werden.

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Bauch

Mit 18 Jahren bin ich der Marine beigetreten, ich war vier Jahre lang ein echter Segler. Die Zeit hat mich extrem geprägt, es waren Lehrjahre. Ich habe gearbeitet, getrunken, mich ausgelebt. Es war aber immer klar, dass es danach ernster weitergehen muss. Ich denke immer noch gern an meine Segler-Zeit zurück, deshalb sind viele meiner Tattoos eine Anlehnung daran: ein Anker, ein Kompass, ein Steuerrad und eben dieses Segelschiff.

Horst A. Friedrichs

Brust

Den Schriftzug habe ich mir vor Jahren auf der Tattoo Convention in London stechen lassen. Kurz zuvor ist eine sehr gute Freundin von mir gestorben. Ich wollte nicht ihren Namen auf der Brust tragen, aber trotzdem eine Erinnerung an sie haben. „Smooth Sailing“ erinnert daran, dass ihr Lebensweg reibungsloser hätte verlaufen müssen. Später habe ich mein Tätowierstudio in Groningen so genannt.

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Rechte Schulter

Das Tribal war mein erstes Tattoo, dann kam das Schiff oberhalb dazu. Ich war damals in Barcelona und dachte, das sei ein schönes Mantra: „Buen viaje“ bedeutet „gute Reise“ und damit meine ich kein bestimmtes Land, sondern das Leben. Jeder sollte eine gute Reise durch sein eigenes Leben haben.

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Rechte Hand

Vor fünf Jahren mussten unbedingt meine Hände drankommen. Wenn ich mir eine Tattoo stechen lasse, drückt sich darin mein freier Wille aus: Ich bin derjenige, der das Motiv, die Zeit, den Ort, die Größe und die Farbe bestimmt. Die Motive auf den Händen machen jedem sichtbar, dass ich mein eigenes Leben beherrsche. Vor fünf Jahren war das bei mir ein großes Thema, damals wurde mein Sohn Oscar geboren.

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Bauchnabel

Der Drache gehörte einfach dorthin, das war mir immer klar, ohne dass ich genau begründen kann, warum. Er ist cool, er ist tough. Ich habe ihn mir im vergangenen Jahr in Holland stechen lassen.

Horst A. Friedrichs

Linke Körperhälfte

Dieses Tattoo erinnert mich daran, wie viel Glück ich im Leben habe: Ich habe eine Frau, einen Sohn, ich bin gesund und verdiene mein Geld mit etwas, das ich liebe. Vor sieben Jahren hatte ich ein Burn-out, aber daraus habe ich hoffentlich gelernt. Und das Tätowieren ist nach wie vor mein Traumberuf.

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Rücken

Das war eine schlechte Entscheidung. 1996 habe ich das Tätowieren gelernt und ich dachte, wenn ich meinem Lehrer meinen Rücken anbiete, würde uns das verbinden. Aber der Spruch ist natürlich überhöht, ich weiß nicht, ob ich mich im Ernstfall an „Tod vor Schande“ halten könnte. Viele meiner Tattoos würde ich mir heute nicht mehr stechen lassen, aber das macht das Leben aus: Entscheidungen treffen und mit den Konsequenzen leben.

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Linker Oberarm

Das ist eine Hommage an den Künstler Ed „Big Daddy“ Roth, er hat diese Figur Rat Fink entworfen. Ich mag daran, dass es eine düstere Version der niedlichen Mickey Mouse ist.

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Rechter Unterarm

Maria war mein erstes religiöses Tattoo, das ist jetzt 17 Jahre her. Die Jesusfigur darüber kam wenige Jahre später hinzu. Ich würde mich als gläubigen Menschen beschreiben. Und ein tätowierter Beistand von oben kann im Leben nicht schaden.

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Sarah Ragsdale, 25, arbeitet in einem Tätowierstudio in Tampa, Florida, sie kümmert sich vor allem um die Logistik. Zunächst sei es bloß ein Gelegenheitsjob gewesen, inzwischen könne sie sich nichts anderes mehr vorstellen, sagt Ragsdale. Mit ihrem Chef Phil ist sie nach London gereist, um auf der Tattoo Convention Werbung zu machen und Kontakte zu knüpfen. Phil hat die meisten ihrer Tattoos gestochen und das nächste steht schon fest: Auf ihrem rechten Arm sollen bald mehrere Rosen und ein großer Panther prangen.

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Handgelenke

Ich bin ein sehr christlicher Mensch. Das hat erst im Teenageralter angefangen, als Freunde mich mit in die Kirche und in Feriencamps eingeladen haben. Der Glaube ist mir bis heute sehr wichtig, deswegen haben viele meiner Tattoos einen religiösen Bezug. Das hier waren meine ersten, mein Chef Phil hat sie mir gestochen, als ich 21 Jahre alt war. "Gnade" und "Frieden" – das sind für mich zwei wichtige Leitmotive im Leben.

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Rechter Oberarm

Ich habe bei einer Bekannten ein ähnliches Tattoo gesehen und wollte auch gerne eine Frau mit Vögeln auf meinem Oberarm haben, etwas Niedliches und Hübsches. Es war zwar nicht geplant, aber heute denke ich, diese Frau könnte auch ich sein, so ähnlich sieht sie mir. Ein Bekannter hat das Motiv vor rund einem Jahr entworfen und gestochen. Es ist sauber, klar, farblich perfekt.

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Rücken

Die Blumen auf dem Rücken waren mein erstes großes Tattoo. Mein Chef Phil hat fast 25 Stunden dafür gebraucht, pro Stunde musste ich 150 Dollar zahlen. Aber das ist es mir wert, ich mag einfach hübsche Dinge und wer würde Blumen nicht hübsch finden? Es passt gut zu mir.

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Füße

Das sind meine wichtigsten Tattoos. Der Wolf und das Schaf erinnern mich daran, dass in uns Menschen das Sünd- und Lasterhafte angelegt ist. Die Motive sind die richtige Ergänzung zu den Wörtern "Gnade" und "Frieden" auf meinen Handgelenken: Für mich drückt die Kombination aus, dass wir zugleich spirituell und lasterhaft sind.

Horst A. Friedrichs

Rechte Schulter

In der Bibel steht: "Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben." Das versuche ich zu beherzigen. Im September 2013 hat mein Chef Phil deshalb mit diesem Tattoo angefangen, es hat insgesamt ein Jahr gedauert, bis es fertig war. Aber nun zieht sich von meinem Rücken, über meine Hüfte bis zum Oberschenkel das Bild einer Schlange und einer Taube.

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Molly Kitamura war 19, als sie sich ihr erstes Tattoo stechen ließ. "Wenn man jung ist, erträgt man den Schmerz leichter", sagt sie. Heute könne sie nur noch maximal zwei Stunden still sitzen, während ihr die Tinte unter die Haut gestochen wird, früher hätten ihr selbst Sechs-Stunden-Sitzungen nichts ausgemacht. Etwa 70 Prozent ihres Körpers seien tätowiert, sagt die 37-Jährige. "Die Motive erinnern mich einerseits an den Menschen, der ich sein will. Und geben mir andererseits die Energie, so zu werden." Kitamura arbeitete jahrelang als Köchin, heute hilft sie ihrem Ehemann in dessen Tätowierstudio im kalifornischen San José.

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linker Ringfinger

Das kleine "T" bedeutet mir von sämtlichen Tattoos am meisten. Es steht für den Namen meines Ehemannes, Taki. Ich habe es mir zur Hochzeit vor drei Jahren stechen lassen, er trägt an seinem Ringfinger ein „M“ unter der Haut.

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Linke Hand

Mein Freund Horitomo hat die Geisha für mich entworfen. Er ist einer der besten japanischen Tattoo-Künstler, deshalb ist es eine große Ehre, sein Kunstwerk auf der Hand zu tragen. Neben dem „T“ auf meinem Ringfinger ist dies mein Lieblingstattoo. Die Geisha ist tot, aber dieses Düstere gehört einfach zu Horitomos Stil.

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Rechte Hand

Der Künstler Thomas Kynst hat dieses Motiv für mich entworfen und gestochen, das ist rund vier Jahre her. Totenköpfe gehören zur Tattoo-Kunst dazu, genauso wie auch das Negative Teil jedes Lebens ist.

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Rechter Oberarm

Ich mag Totenköpfe als Tattoos, das hat etwas sehr Traditionelles. Es sollte allerdings nicht zu böse sein, deshalb war es mir wichtig, dass hier ein paar mädchenhafte Farben und einige Blumen hinzukommen.

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Rechter Unterarm

Vor sechs Jahren habe ich mich mit einer sehr guten Freundin zerstritten. Ich war nicht damit einverstanden, wie sie ihr Leben geführt hat, sie ging sehr zerstörerisch mit sich und den Menschen in ihrer Umgebung um. Wir reden bis heute nicht miteinander, aber der tätowierte Spruch „Zerstör den Schmerz und beende das Leiden“ erinnert mich daran, dass es nicht nur das Negative im Leben gibt.

Brust

Vor sechs Jahren hat mein Freund Andreas mir diesen Schriftzug in Argentinien tätowiert, ich habe rund 200 Dollar dafür ausgegeben. Es war eine Zeit, in der ich dringend mehr Mitgefühl in meinem Leben brauchte. Auch heute denke ich, dass es extrem wichtig ist, dass wir uns besser in andere Menschen hineinversetzen können. Und mit meinem Tattoo erinnere ich mich und andere daran.

Horst A. Friedrichs

Linker Arm

Ich habe ein Jahr in Argentinien gelebt und dort als Köchin gearbeitet. In dieser Zeit sind die Tattoos auf meinem linken Arm entstanden, sie sind eine Art Mantra beziehungsweise Samurai-Code und erinnern mich daran, dass ich ein geduldiger, starker und liebevoller Mensch sein möchte.

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Honey Bunch, 25, wurde in Hawaii geboren, sie arbeitet dort in einem Tätowierstudio - und heißt tatsächlich so. Ihr erstes Tattoo hat sie sich mit 15 Jahren stechen lassen, erst das zweite Studio erklärte sich dazu bereit. Es wurde ein großer Löwe auf dem Rücken und er misslang gründlich. Bunch ließ ihn sich später noch einmal nachstechen: in dem Studio, in dem sie nun selbst arbeitet und das sie als 15-Jährige abblitzen ließ.

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Linker Arm

Meine Großeltern haben mich großgezogen, ich liebe sie über alles. Als meine Oma vor zwei Jahren starb, habe ich mir ihr Hochzeitsfoto aus dem Jahr 1963 auf den Oberarm tätowieren lassen, es hat zwei Stunden gedauert. Fast mein ganzer linker Arm ist den beiden gewidmet.

Horst A. Friedrichs

Linker Arm

Die Familie meiner Oma hat in einem Bahnhof gearbeitet, deshalb verbinde ich Züge immer mit ihr. Für mich hatte meine Oma immer die Mutterrolle inne. Ich vermisse sie sehr.

Horst A. Friedrichs

Linker Unterarm

"Arielle, die Meerjungfrau" ist mein Lieblingsfilm und die Hauptfigur erinnert mich an mich selbst. Ich bin auf Hawaii aufgewachsen und ohne Wasser könnte ich nicht leben. Außerdem glaube ich wie Arielle daran, dass irgendwo Prinz Charming auf mich wartet.

Horst A. Friedrichs

Linker Unterarm

Der Diamant war mein zweites Tattoo, damals war ich 18 Jahre alt. Es erinnert mich an meinen eigenen Wert. Keine Frau sollte jemals vergessen, wie wertvoll sie ist.

Horst A. Friedrichs

Rechter Unterarm

Die Biene habe ich mir einfach aus Spaß stechen lassen. Passt doch prima zu meinem Namen: Honey wie Honig.

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Oberschenkel

Das ist doch zuckersüß, oder? Vor- und Nachname haben jeweils fünf Buchstaben, und zusammen klingt es einfach niedlich. Ich bin für dieses Tattoo extra in das Studio des berühmten Künstlers Chris Danley gefahren. Er selbst ist leider verstorben, aber so habe ich wenigstens eine kleine Erinnerung an ihn auf meinem Körper. Es hat fünf Stunden gedauert, bis beide Oberschenkel fertig waren.

Horst A. Friedrichs

Rücken

Als ich mit Tattoos anfing, kam erst der Rücken dran und dann meine Arme. Das hier ist ein Teil einer Berglandschaft mit Wasserfall, es ist eine Hommage an meine Heimatstadt Kaneohe auf Hawaii. Ich kenne keinen schöneren Ort.

Horst A. Friedrichs

Rechter Oberarm

Oh mein Gott, ich liebe Elvis. Das liegt sicher daran, dass ich bei meinen Großeltern aufgewachsen bin und sie oft seine Musik gehört haben. „Love me tender“ ist mein absolutes Lieblingslied. Der Indianerschmuck auf seinem Kopf sollte dem Ganzen noch ein bisschen Witz verleihen.

Horst A. Friedrichs
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