Thailand Eingeschlossene Jungen zu schwach für Rettung

Weiterhin keine Erlösung in Sicht: Die in einer thailändischen Höhle festsitzenden zwölf Jungen und ihr Trainer sind vorerst nicht bereit für den rettenden Tauchgang. Jetzt schaltet sich Elon Musk ein.

Hilfskräfte vor der thailändischen Höhle
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Hilfskräfte vor der thailändischen Höhle


Die Rettungsaktion für die Jugendfußballmannschaft und ihren Trainer in Thailand bleibt weiterhin schwierig. Vorerst werden sie nicht ins Freie tauchen können. Sie seien noch nicht bereit für den komplizierten Tauchgang, teilte der Leiter der Rettungsaktion, Narongsak Osottanakorn, mit. Seit dem 23. Juni sitzen sie in einer Höhle in der nördlichen Provinz Chiang Rai fest, durch Wassermassen vom Ausgang abgeschnitten.

Seitdem die Jungen am Montagabend gefunden worden sind, haben sie grundlegendes Tauchtraining erhalten. Viele von ihnen können nicht einmal schwimmen, die wenigsten verfügen über Taucherfahrung. Der Weg aus der überschwemmten Tham-Luang-Höhle ist selbst für erfahrene Taucher ein kräftezehrender fünfstündiger Tauchgang.

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Am Freitag hatte der Tod eines Rettungstauchers gezeigt, wie gefährlich die Rettungsaktion ist. Bei einem Tauchgang verlor er das Bewusstsein, nachdem er einen Sauerstoffbehälter platzieren wollte. Sein Begleiter habe vergeblich versucht, ihn in Sicherheit zu bringen.

Hilfsangebot von Elon Musk

Das Zeitfenster für die Rettung der Fußballmannschaft werde immer kleiner, teilte ein Marine-Vertreter mit. Die Hoffnung ruht nun auf zwei britischen Experten: Richard William Stanton und John Volanthen sind Mitglieder der "British Cave Rescue Council". Sie sollen die örtlichen Behörden bei der Rettungsaktion unterstützen.

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Höhle in Thailand: Den Rettern läuft die Zeit davon

In die Höhlenrettung hat sich auch der US-Unternehmer Elon Musk eingeschaltet: Er teilte über Twitter mit, er habe Teams seines Raumfahrtunternehmens SpaceX und seiner Ingenieurfirma Boring in das südostasiatische Land entsandt. Die Spezialisten sollen die thailändischen Suchtrupps unterstützen.

Es bleibt weiterhin unklar, wie lange die Fußballer und ihr Trainer in der eingeschlossenen Höhle verweilen können. Mittlerweile soll auch der Sauerstoffgehalt in der Höhlenkammer gefallen sein. Zudem erschwert heftiger Regen vor Ort die Rettung. Durch die Regenfälle könnte der Wasserspiegel in der Höhle trotz des Einsatzes zahlreicher Hochleistungspumpen weiter steigen.

Im Video: Taucher bei Rettungseinsatz in Thailand gestorben

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eaz/AFP



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