Gerettete Fußballmannschaft Kopfrasur und Reinigung statt Unterricht

Für die thailändische Fußballmannschaft geht es nach ihrer Rettung in ein Kloster - anstatt in die Schule. Unterdessen gibt es Diskussionen um die zukünftige Nutzung der Höhle.

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In Thailand gibt es nach der glücklichen Rettung der eingeschlossenen Fußballmannschaft Ärger wegen der künftigen Nutzung des Geländes. Die Regierung plant, die Gegend rund um die Höhle im Norden des Landes in einen Nationalpark umzuwandeln.

Bei Anwohnern sorgt das für Unmut. Manche fürchten, dass Felder und Häuser enteignet werden, wie die Tageszeitung "Bangkok Post" schreibt. Umstritten sind auch Überlegungen, in der Höhle eine Art Museum einzurichten.

Während des Dramas hatten viele Nachbarn unentgeltlich geholfen. Zahlreiche Felder wurden überschwemmt, weil aus der überfluteten Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non enorme Mengen Wasser gepumpt werden mussten. Nach 17 Tagen konnten alle zwölf Spieler einer Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer gerettet werden.

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Thailand: Höhle soll Nationalpark werden, Mannschaft ins Kloster gehen

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus gehen diese Woche nun fast alle in ein buddhistisches Kloster: Elf Spieler und der 25 Jahre alte Trainer kündigten an, sich an diesem Mittwoch den Kopf rasieren zu lassen und sich für mehrere Tage ins Kloster zu verabschieden. So gehen die Jugendlichen nicht sofort - wie ursprünglich geplant - in die Schule.

Nur ein Junge geht nicht mit ins Kloster

Im Buddhismus wird dies gemacht, um sich nach negativen Erfahrungen zu "reinigen". Nur ein Junge, der christlichen Glaubens ist, ist nicht dabei. Die Kinder sind zwischen elf und 17 Jahre alt.

Die zwölf jungen Fußballer und ihr Trainer waren am 23. Juni in der Höhle nahe ihres Heimatorts von schnell steigenden Wassermassen eingeschlossen worden. Neun Tage später wurden sie gefunden.

Ab dann wurden sie mit Nahrung versorgt, medizinisch betreut und nach gut zwei Wochen in einer riskanten Aktion aus der Höhle befreit. Die Rettung sorgte weltweit für Aufsehen. Ein Taucher kam bei der Aktion ums Leben. An dem schwierigen Einsatz beteiligten sich internationale Höhlentauchexperten und Ärzte ebenso wie Mitglieder einer Spezialeinheit der thailändischen Marine.

sen/dpa/AFP



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