kurz & krass Thailand will Stinkfrucht Durian ins All schießen

Durian-Händler in Bangkok
AFP

Durian-Händler in Bangkok


Wegen ihres penetranten Geruchs ist die Durian-Frucht in thailändischen Aufzügen, Bussen oder Flugzeugen verboten. Nun will die Weltraumbehörde des Landes die Frucht ins All schießen - für ihre Astronauten.

"In Zukunft hätten wir gern, dass die Astronauten thailändisches Essen essen können", sagte ein Sprecher der thailändischen Weltraumbehörde. Bis Juli solle deshalb die Durian in verschiedener Form ins All befördert werden, voraussichtlich mit einer US-Rakete.

Die Frucht soll getrocknet, vakuumverpackt und nicht luftdicht verpackt sowie in einer Metalldose mit Reis auf die Reise ins All geschickt werden. Es soll auch untersucht werden, wie sich ihr Geschmack außerhalb der Erdatmosphäre verändert.

Damit soll geklärt werden, ob sich die Durian, die als Stink- oder Kotzfrucht geschmäht wird, zum Verzehr im All eignet. Die Frucht gilt in Thailand als "Königin der Früchte". Sie hat eine grüne, schuppenartige und stachlige Schale und fettes gelbes Fruchtfleisch. Ihr stark käseartiger Geruch hängt oft über Bangkoks Straßen. Vielerorts werden die Spalten aufgeschnittener Früchte verkauft.

2008 hatte bereits die erste südkoreanische Astronautin Yi So Yeon das koreanische Nationalgericht Kimchi - fermentierten, gewürzten Kohl - mit ins All genommen, um seine Eignung für die Weltraumküche zu testen.

apr/AFP



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