Österreich 25-Jähriger stirbt in Lawine, Freund wird vermisst

In Osttirol hat sich eine etwa hundert Meter breite Lawine gelöst. Die Schneemassen verschütteten zwei junge Männer aus Bayern.


In den österreichischen Alpen ist ein 25 Jahre alter Mann aus Bayern in einer Lawine ums Leben gekommen. Er konnte von den Rettungskräften geborgen werden, Reanimationsversuche scheiterten jedoch. Sein 26-jähriger Begleiter wird vermisst. Er stammt ebenfalls aus Bayern, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Die Einsatzkräfte suchten zunächst nach dem Vermissten. Aus Sicherheitsgründen mussten sie die Arbeiten jedoch beenden. Die Unfallstelle liegt am Großglockner in Osttirol. Spätestens bei Tagesanbruch soll die Suche laut Polizei weitergehen.

Die beiden Männer hatten offenbar gegen 13 Uhr den gesicherten Skiraum verlassen, als sich die etwa 100 Meter breite und 400 Meter lange Lawine löste. Als die beiden Männer am Nachmittag nicht am vereinbarten Treffpunkt im Tal ankamen, alarmierte ein gemeinsamer Bekannter die Einsatzkräfte. Zur gleichen Zeit fuhren zwei Einheimische zufällig die gleiche Strecke ab und entdeckten den Lawinenabgang.

"Das ist ein riesiger Graben"

Der Tote aus Aschau im Chiemgau im Landkreis Rosenheim konnte geborgen werden, weil die Rettungskräfte ein Suchgerät für von Lawinen verschüttete Menschen eingesetzt hatten. Der Vermisste stammt laut Polizei aus Stephanskirchen.

"Das ist ein riesiger Graben. Keiner kann abschätzen, wann der nächste Rutsch kommt", sagte der Polizeisprecher. Die Retter stiegen am Abend wieder ins Tal ab und wollten das weitere Vorgehen besprechen.

Immer wieder lösen sich in österreichischen Skigebieten Lawinen. Auch im Tiroler Kühtai läuft derzeit eine Suchaktion nach einem Lawinenabgang. Es ist jedoch unklar, ob es Verschüttete gibt. Am Mittwoch war eine Gruppe deutscher Wintersportler von einer Lawine mitgerissen und verschüttet worden. Zwei Personen starben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

koe/dpa



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