Vorfall in Kanada Wagen rast in Menschenmenge in Toronto - mindestens neun Tote

Im kanadischen Toronto ist ein Wagen in eine Menschenmenge gerast. Dabei sollen mindestens neun Menschen getötet und weitere 16 verletzt worden sein.


Ein Lieferwagen soll in der kanadischen Metropole Toronto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren sein und dabei mehrere Menschen erfasst haben. Laut Polizei sind neun Menschen ums Leben gekommen, 16 weitere wurden verletzt.

Das Sunnybrook Krankenhaus in Toronto berichtet von acht Patienten von der Unglücksstelle. Fünf davon seien in einem kritischen Zustand.

Fahrer des Lieferwagens festgenommen

Dem Polizeisprecher zufolge sei der Fahrer festgenommen worden, weitere Verdächtige gebe es nicht. "Ich habe eine Waffe in meiner Tasche", drohte er den Beamten einem CTV-Bericht zufolge kurz vor seiner Festnahme, die dann aber offenbar ohne Schusswechsel stattfand.

Die betroffene Gegend Torontos im Stadtteil North York ist tagsüber belebt, dort gibt es zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Der weiße Transporter - laut Augenzeugen ein Mietwagen - war einem Bericht des "Toronto Star" zufolge von der Straße auf den Gehweg gefahren.

In Medienberichten war zunächst von mindestens vier leblosen Personen die Rede. Der Fahrer floh demnach mit dem Wagen.

"Es waren so viele Körper", sagte Augenzeugin Carol Roberts. Sie habe "viele Menschen leblos am Boden" liegen sehen. Die Opfer seien noch auf der Straße behandelt worden, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. Augenzeugen zufolge waren auf der Straße mehrere Blutspuren zu sehen.

Hintergründe der Tat noch unklar

Die Polizei sperrte die Gegend ab, auch der U-Bahnverkehr wurde unterbrochen. Ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, blieb zunächst unklar. Medienberichten zufolge hatte der Fahrer zunächst die Flucht ergriffen.

Premierminister Justin Trudeau hat sich bereits auf dem kanadischen Sender CTV News zu dem Vorfall geäußert: "Unsere Herzen sind bei denen, die betroffen sind. Bis jetzt ist noch nicht klar, was passiert ist. Wir müssen abwarten, was die Ermittlungen ergeben."

Auch auf Twitter sprach Trudeau seine Anteilnahme aus und dankte den Helfern an der Unglücksstelle.

In Toronto hatten sich am Sonntag und Montag die Außenminister der G7-Staaten versammelt, um über Konflikte in Syrien, der Ukraine und andere politische Themen zu diskutieren.

cop/AFP/dpa/Reuters

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