Klage in Texas Ärzte sollen Geschlechtsumwandlungen ablehnen dürfen

Der US-Bundesstaat Texas geht weiter gegen die Antidiskriminierungspolitik von Präsident Obama vor: Laut einer Klage sollen Ärzte Geschlechtsumwandlungen bei Transsexuellen aus religiösen Gründen ablehnen dürfen.

Toilette für alle Geschlechter (Archivbild)
REUTERS

Toilette für alle Geschlechter (Archivbild)


Der US-Bundesstaat Texas will transsexuellen Menschen die Geschlechtsumwandlung durch eine Operation erschweren. Laut einer Klage, die Generalstaatsanwalt Ken Paxton diese Woche eingereicht hat, sollen Ärzte die Durchführung eines solchen Eingriffs ablehnen dürfen - aus religiösen Gründen, wie der britische Independent berichtet.

Kläger ist die katholische Krankenhausgruppe "Franciscan Alliance". Die neuen Antidiskriminierungsgesetze könnten Mediziner gegen ihre eigenen Glaubensgrundsätze dazu zwingen, Geschlechtsumwandlungen an Kindern vorzunehmen, heißt es in der Klageschrift.

Mit dem Vorstoß will der Bundesstaat sich gegen die Vorgaben des US-Gesundheitsministeriums wehren, nach denen Patienten nicht wegen ihrer sexuellen Identität benachteiligt werden dürfen. Es ist nicht das erste Mal, dass Texas sich gegen die Umsetzung der Antidiskriminierungspolitik der Obama-Administration sträubt. Zuletzt hatte ein texanischer Richter verhindert, dass transsexuelle Kinder die Schultoilette nutzen dürfen, die ihrer sexuellen Identität entspricht.

mja

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