Trauung im Ruhrgebiet Michelle heißt jetzt Müntefering

Der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat zum dritten Mal geheiratet. Der 69-Jährige und seine 40 Jahre jüngere Lebensgefährtin Michelle Schumann gaben sich am Samstag in Essen in der zum Weltkulturerbe zählenden Zeche Zollverein das Ja-Wort - im engsten Freundeskreis, ganz ohne Partei-Prominenz.

DDP

Essen - Zweimal hörten die Hochzeitsgäste "Ja, ich will!" - Sekunden später heißen die Brautleute beide Müntefering. Auf den roten Schal hatte Ex-SPD-Chef "Münte" zu seiner dritten Hochzeit allerdings verzichtet. Müntefering trug einen schwarzen Anzug mit silbergrauer Krawatte. Dafür hält die Braut - ganz in Weiß - einen roten Strauß in der Hand.

Franz Müntefering an der Seite von Tochter und Trauzeugin Mirjam zögert in der halbstündigen Zeremonie nicht lange. Der 69-jährige Sauerländer streift seiner jungen Braut zügig den Ring über. Um 14.30 Uhr sind Franz Müntefering und Michelle Schumann Mann und Frau. Die standesamtliche Trauung mit Violinenmusik zur Untermalung bleibt die einzige Hochzeitszeremonie. Eine kirchliche Vermählung soll es nicht geben.

Das Paar hatte sich über die Partei kennengelernt. Michelle Schumann war Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Müntefering und macht derzeit ein Volontariat beim SPD-Organ "Vorwärts". Anfang Oktober zog Müntefering in die Wohnung seiner Freundin im Berliner Stadtteil Kreuzberg.

Für den gebürtigen Sauerländer Müntefering, der am 16. Januar 70 Jahre alt wird, ist es die dritte Hochzeit. Seine Ehefrau Ankepetra, mit der er seit 1995 verheiratet war, starb im Juni vergangenen Jahres an einem Krebsleiden. Der frühe Hochzeitstermin nach dem Tod seiner zweiten Frau und der große Altersunterschied hatten für Diskussionsstoff gesorgt.

hil/dpa



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