Trump-Doppelgängerin aus Spanien ¡Viva Donaldores!

Dolores Leis Antelo lebt ruhig und bescheiden im äußersten Nordwesten Spaniens - und wird jetzt vom Ruhm überrollt. Grund ist ihre Ähnlichkeit mit einem mächtigen Mann.

Dolores Leis
Paula Vazquez via AP

Dolores Leis


Eigentlich wollte Dolores Leis Antelo nur über ihr Leben plaudern, die Arbeit auf dem Feld in Cabana de Bergantinos im Nordwesten Spaniens, rund 60 Kilometer vom Wallfahrtsort Santiago de Compostela entfernt. Eine Journalistin der Lokalzeitung "La Voz de Galicia" veröffentlichte ein Foto, auf dem die 64-jährige Landwirtin mit zünftig geschulterter Hacke und Schürze abgebildet ist.

Die Leser allerdings sahen mehr als Lokalkolorit: nämlich eine frappierende Ähnlichkeit der spanischen Bäuerin mit US-Präsident Donald Trump. Das Foto verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Netzwerken, zunächst in Spanien, dann überall auf der Welt, von Europa über die USA bis nach Peru. Die weißblonden Haare, das dynamische Kinn, überhaupt, das ganze Profil - wie Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden, war der Tenor im Netz.

"Ach, wenn wir doch mit Donald Trump verwandt wären", seufzte Antelos Tochter Ana. Doch der US-Präsident scheint keine familiären Wurzeln an der Costa da Morte, der Todesküste von Galicien, zu haben. Auch findet Trump das Spanische offenbar wenig attraktiv, ließ er doch die Website des Weißen Hauses von allem spanischsprachigen Content bereinigen. Sein ältester Sohn Donald Trump Junior allerdings war unlängst zum Jagen in der Sierra de Gúdar im Osten des Landes.

Dolores Leis Antelo weiß so gar nicht, wie sie mit dem plötzlichen Ruhm umgehen soll. 1954 kam sie in dem winzigen Ort Figueiras zur Welt. Vor 40 Jahren heiratete sie ihren Mann, mit dem sie seitdem in Cabana de Bergantinos lebt. Abgesehen von Äußerlichkeiten hat Dolores aber offenbar wenig mit dem New Yorker Milliardär gemein - ihr scheinen Megalomanie, Geltungsdrang und Narzissmus vollkommen abzugehen.

Auch die digitale Welt interessiert Dolores laut eigener Aussage gar nicht. Sie habe noch nicht einmal ein Mobiltelefon, sagte sie der "Voz de Galicia". Zwar schaue sie sich manchmal an, was ihre Töchter ihr zeigten, "aber da weckt nichts meine Neugier". Die Mädchen hätten ihr gesagt, dass sie mit dem Foto berühmt werden würde. "Aber ich verstehe davon nichts."

ala



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