Übergewicht Britische Krankenschwester zu dick für Neuseeland

Speck weg oder raus aus Neuseeland: Weil eine britische Krankenschwester mit 134 Kilo Lebendgewicht nicht den Normen der Kiwis entspricht, darf sie nicht im Land arbeiten. Begründung: Die Dame sei krankhaft fettsüchtig und damit zu teuer für den Steuerzahler.


Wellington - Mehr als 20 Kilogramm hatte die 51-jährige Krankenschwester aus Großbritannien in den vergangenen Jahren bereits abgespeckt, dann bot man ihr einen Job in einem Altenheim in der neuseeländischen Provinz an. Nach einem Besuch des Landes im Jahr 2007 stand für sie fest: Sie möchte mit Mann und Tochter dorthin ziehen.

Doch trotz zehnjähriger Berufserfahrung der Antragstellerin und akuten Mangels an qualifiziertem Pflegepersonal im Land boykottierte die Einwanderungsbehörde ihre Entscheidung. Sie befand: Mit einem Body-Mass-Index von 55,2 liegt die Dame weit über dem oberen Grenzwert von 24,9 - und könnte den Steuerzahler mit Behandlungskosten von rund 25.000 neuseeländischen Dollar (etwa 10.800 Euro) belasten. Die Aufenthaltsgenehmigung wurde abgelehnt.

Die 134-Kilo-Frau legte Widerspruch gegen den Bescheid ein, und wies darauf hin, dass ihr Gewicht und der Taillenumfang von 131 Zentimetern sie bislang nicht davon abgehalten hätten, mehr als 60 Stunden pro Woche zu arbeiten.

Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums ist mehr als ein Drittel der Neuseeländer übergewichtig, ein Viertel gilt als fettleibig.

ala/dpa



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