Überhitzung bei 20 Grad Außentemperatur Dogge stirbt in verschlossenem Auto

Der Besitzer einer argentinischen Dogge hat im Saarland seinen Hund mehrere Stunden bei Sonnenschein im Auto gelassen. Er unterschätzte offenbar das Risiko bei einer Außentemperatur von nur 20 Grad - das Tier starb.

Argentinische Dogge (Symbolbild)
imago/ Müller-Stauffenberg

Argentinische Dogge (Symbolbild)


Das in der Sonne abgestellte Auto wurde zur Todesfalle: Bei geschlossenen Fenstern ist eine argentinische Dogge qualvoll gestorben. Eine besorgte Anwohnerin hatte die Polizei am Freitag im saarländischen Gersheim auf das im Wagen leidende Tier aufmerksam gemacht, teilten die Beamten mit.

Als die Beamten eintrafen, lag die argentinische Dogge bereits im Sterben. Die Polizisten schlugen eine Scheibe ein, um den Hund zu retten, doch sie konnten nur noch den Tod des Tieres feststellen. Ermittlungen zufolge war es über mehrere Stunden hinweg ohne Wasser und Belüftung in dem Auto eingesperrt gewesen.

Halter droht Strafverfahren

Der Hundehalter aus dem rheinland-pfälzischen Niederahr im Westerwaldkreis sei sich der Gefahr nicht bewusst gewesen, die dem Tier auch bei einer Außentemperatur von nur 20 Grad in dem in der Sonne stehenden Wagen gedroht habe, teilten die Beamten mit. Den 48-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

US-Forscher hatten bereits 2010 untersucht, wie schnell sich die Luft in einem parkenden Auto erwärmt. Steht das Auto in der Sonne, kann die Temperatur in nur zehn Minuten um sieben Grad steigen, nach einer halben Stunde hat sie sich um 16 Grad erhöht, nach einer Stunde um 26. Die Forscher maßen dabei Innenraumtemperaturen über 70 Grad Celsius.

Um einen gefährlichen Hitzeschlag zu vermeiden, reicht es auch nicht aus, im Schatten zu parken, dem Hund Wasser hinzustellen und das Fenster einen Spalt breit offen zu lassen. Hunde sollten bei Hitze generell nicht im Auto gelassen werden, raten Tierärzte.

brt/dpa



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