Umweltkatastrophe in Brasilien Pearl Jam spendet für Opfer von giftiger Schlammlawine

Es ist ein Anfang: 100.000 Dollar geben die Musiker von Pearl Jam für die Opfer der größten Umweltkatastrophe, die Brasilien je ereilt hat. Die Fans der Band sind aufgerufen, ebenfalls zu spenden.

REUTERS

Die US-Rockband Pearl Jam will 100.000 Dollar für Brasilianer spenden, die akut betroffen sind von dem Dammbruch in einem Klärbecken im Bundesstaat Minas Gerais. Bei der größten Umweltkatastrophe des Landes hatte eine hochgiftige Schlammlawine das Bergarbeiterdorf Bento Rodrigues unter sich begraben. Mindestens 13 Menschen starben. Die giftigen Erdmassen verpesteten den Fluss Río Doce und flossen weiter zum Atlantik.

"Pearl Jam wird 100.000 Dollar spenden, um den von der Tragödie betroffenen Kommunen in Brasilien zu helfen", teilte die Band via Twitter mit. Die Fans wurden zudem aufgerufen, sich an Spenden zu beteiligen. Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder hatte wegen der Katastrophe kürzlich ein Konzert in der brasilianischen Stadt Belo Horizonte unterbrochen und harte Strafen für den Minenbetreiber gefordert.

Brasilien hatte in der vergangenen Woche Zivilklage gegen BHP Billiton und dessen Partner Vale angekündigt. Den beiden Konzernen gehört der Bergwerkbetreiber Samarco. Brasilien fordert 5,2 Milliarden Dollar für die Säuberungsarbeiten und als Entschädigung.

ala/AFP

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