Nairobi - Offenbar hatten sie versucht, eine Treibstoffleitung anzuzapfen - dann kam es zur Katastrophe. Eine gewaltige Explosion hat die Hauptstadt Kenias erschüttert. Dabei wurden nach Angaben der örtlichen Polizei "viele Menschen getötet".
Die Nachrichtenagentur AP berichtet von mehr als 100 Todesopfern in Nairobi, offiziell bestätigt ist diese Zahl bisher aber nicht. Die Behörden teilten mit, es habe mindestens 61 Tote gegeben. Ein Sprecher der örtlichen Ambulanz teilte mit, mehr als hundert Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden. Dort würden dringend Blutkonserven benötigt, hieß es.
Die Leitung sei in dem Armenviertel Embakasi explodiert, teilte die Polizei am Montag mit. Dieses liegt zwischen dem Zentrum und dem Flughafen der Stadt in unmittelbarer Nähe zu einem Industriegebiet.
Nach der Detonation habe es einen Großbrand gegeben, der nach Angaben der Nachrichtenseite nation.co.ke auf weite Teile des Slums übergegriffen hat. Mehrere Zugangsstraßen sind gesperrt worden, die Unglücksstelle abgeriegelt. Nach Angaben des Roten Kreuz liegt eine Schule in der Nähe des Ortes der Explosion, auch dort habe es Tote gegeben. Augenzeugen berichteten von brennenden Menschen, die in einen Fluss gesprungen seien.
Nach bisherigem Stand der Ermittlungen hätten zahlreiche Personen versucht, illegal Treibstoff zu entwenden. Die Polizei warte auf Leichensäcke für die zahlreichen Opfer, sagte ein Polizeisprecher.
jok/AFP/Reuters
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