Pannenserie United Airlines leitet Flug um - wegen Hund

United Airlines hat schon wieder Tierprobleme: Erst stirbt eine Bulldogge in einem Gepäckfach, dann landet ein Schäferhund irrtümlich in Japan - nun wird wegen eines anderen Hundes ein Flug umgeleitet.

United-Airlines-Maschine
REUTERS

United-Airlines-Maschine


Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat schon wieder Ärger wegen eines Tiers: Nach dem irrtümlich nach Japan beförderten Schäferhund Irgo unterlief der Gesellschaft in dieser Woche noch ein zweiter Fehler beim Transport eines Hundes.

Dieses Mal bemerkte United den Fehler allerdings noch während des Flugs und leitete die Maschine auf dem Weg von Newark (New Jersey) nach St. Louis (Missouri) um, damit der Hund an seinem gewünschten Zielort in Akron (Ohio) ankommt.

Akron liegt etwa auf dem halben Weg zwischen Newark und St. Louis. Dennoch führte der kurze Umweg zu Verzögerungen. Den Passagieren von Flug 3996 sei eine Kompensation zugesagt worden, teilte United mit.

Zuvor hatte Schäferhund Irgo mit einer unfreiwilligen Odyssee nach Asien für Schlagzeilen gesorgt. Ursprünglich sollte der zehn Jahre alte Hund lediglich vom US-Staat Oregon nach Kansas geflogen werden. Nachdem Irgo versehentlich in Japan gelandet war, wurden Haustier und Familie am Freitag wieder zusammengeführt.

United Airlines produziert eine Panne nach der nächsten. Am Montag war bereits ein Hundewelpe auf einem Flug der US-Fluggesellschaft von Houston (Texas) nach New York gestorben. Flugbegleiter hatten die Bulldogge zuvor ins Gepäckfach verbannt.

Nach Angaben des US-Verkehrsministeriums sind im vergangenen Jahr 24 Tiere während eines Fluges gestorben, 18 davon in Maschinen von United Airlines. Das US-Verkehrsministerium ermittelt zurzeit gegen United Airlines.

ssu/dpa



insgesamt 29 Beiträge
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octagon87 17.03.2018
1.
Mna das hätte ich mich Humd wird die ganze Maschine umgeleitet. Besser wäre es doch grundsätzlich keine Tiere zu transportieren. Oder einen Sammeltransport,für Hund, Katze Maus ohne Menschen. Persönlich empfinde ich Tieren in der Kabine als reine Zumutung.
deranaluest 17.03.2018
2. Können die die Tölen nicht einfach hinten anleinen?
Diese "Tierliebe" wird doch immer absurder. Die Menschen hassen einander ohne Ende und die Haustiere werden vergöttert. Und Empathie wird daran gemessen wieviel für irgendwelche Straßenköter am anderen Ende der Welt ausgegeben wird während der Obdachlose vor der eigenen Haustür bespuckt wird.
Zoroaster1981 17.03.2018
3.
Zitat von deranaluestDiese "Tierliebe" wird doch immer absurder. Die Menschen hassen einander ohne Ende und die Haustiere werden vergöttert. Und Empathie wird daran gemessen wieviel für irgendwelche Straßenköter am anderen Ende der Welt ausgegeben wird während der Obdachlose vor der eigenen Haustür bespuckt wird.
Es ist auffallend, dass diese Form von sog "Tierliebe" (wobei ja die zu liebenden Tiere bzw. Tierarten bewusst nur nach gewissen Kriterien begrenzt ausgesucht werden) in Wohlstandsgesellschaften gelebt wird. Auf der anderen Seite steht die emotionale Brutalität gegenüber den Mitmenschen, aber auch zu den sog. Nutztieren ungemein in Widerspruch dazu. Bei ärmeren Gesellschaften ist es oft umgekehrt. Da wird ein Tier als das respektiert, was es ist: nur ein Tier - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
genugistgenug 17.03.2018
4. GepäckähHund fehlgeworfen, dann große Umweltverschmutzung
Egal was, man sammelt Minuspunkte. Jetzt wurde wieder ein Hund "fehlgeworfen" und statt ihn am Zielort zurückzuschicken, den er kam ja sowieso zu spät, wurde nun ein ganzen Flugzeug umgeleitet. In irgendeinem Bericht über betrunkene Passageire die per Sonderlandung rausgeworfen wurde, war von einigen Tausendern EURO/Kosten die Rede. Kann bei UA niemand rechnen? Denn für dieses Geld hätte man den Besitzer so lange in ein LUxushotel unterbringen können. Oder hat die Presseabteilung das Ruder übernommen? Völlig unangemesse Reaktion - vor allem was geschieht nun mit fehlgeworfenen Koffern, usw.?
raoul2 17.03.2018
5. United hat nicht nur Probleme mit
zu befördernden Tieren, sondern mit einem grundsätzlichen Defizit, was den "Service"-Gedanken an sich angeht. Das fängt nicht erst bei fehlenden Informationen bei Verspätungen und/oder irrsinnigen Überbuchungen ihrer Flugzeuge an und hört bei nach "Behandlung" durch Crewmember blutenden Passagieren noch längst nicht auf. Diese Airline sollte längst in Gänze verboten (sprich: ihr die Konzession zur Beförderung entzogen) werden, da sie es trotz der diversen Vorfälle und ständig gebrochenen Versprechen, es würde "umgehend geändert" werden, nicht schafft, die Probleme abzustellen.
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