Bonn Beschwerden über sexuelle Belästigung auf Klimakonferenz

Mit einer "Null Toleranz"-Politik wollte die Uno auf dem Klimagipfel in Bonn möglichen sexuellen Übergriffen begegnen, die Delegierten wurden entsprechend informiert. Dennoch wurden nun mehrere Vorfälle gemeldet.


Bei der Uno-Klimakonferenz in Bonn wurden mehrere Fälle sexueller Belästigung beklagt. "Meines Wissens nach hat es hier in Bonn eine Reihe von Beschwerden gegeben", sagte ein Sprecher des Sekretariats der Uno-Klimarahmenkonvention auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Details zu den Beschwerden nannte er nicht, auch machte er keine Angaben zu den mutmaßlichen Tätern. Offenbar wollten die Betroffenen "keine weiteren formellen Schritte" einleiten.

Erstmals in der mehr als 20-jährigen Geschichte der UN-Klimakonferenzen waren die Delegierten in Bonn über eine "Null Toleranz"-Politik hinsichtlich sexueller Belästigung informiert worden. Auf der Tagesordnung war ein entsprechender Hinweis vermerkt. Jeder Vorfall solle den UN-Sicherheitsdiensten gemeldet werden, hieß es. Es wurden zwei Telefonnummern angegeben.

Die Welle von Enthüllungen über sexuelle Übergriffe im Berufsleben hatte Anfang Oktober mit dem Skandal um den früheren Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein ihren Anfang genommen. Er wird inzwischen von mehr als hundert Frauen beschuldigt, sie belästigt oder vergewaltigt zu haben. Unter anderem wurden auch im Europaparlament Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Abgeordnete erhoben.

cop/AFP



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