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Unwetter in den USA: Mehr als 70 Menschen sterben bei Tornado-Serie

Häuser wurden aus dem Fundament gerissen, ganze Straßenzüge ausradiert: Zahlreiche Wirbelstürme haben den Süden der USA heimgesucht, mindestens 77 Menschen kamen ums Leben. Am schlimmsten trafen die Unwetter den Bundesstaat Alabama. Präsident Obama kündigte Hilfe an.

AP/ The Tuscaloosa News

Birmingham - Es war eine verheerende Serie von Tornados, die in manchen Städten ganze Wohngebiete vernichtete: Bei schweren Unwettern sind im Süden der USA laut der Nachrichtenagentur AP mindestens 77 Menschen getötet worden. Allein im Bundesstaat Alabama kamen binnen 24 Stunden mehr als 60 Menschen ums Leben, wie Vertreter der Rettungsdienste am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilten. Schwer getroffen wurden auch Arkansas, Mississippi und Missouri. In sieben US-Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. Mehrere Gouverneure riefen die Nationalgarde zur Hilfe.

Der Nationale Wetterdienst (NWS) zählte seit Mittwochmittag mehr als 110 Tornados. Schon am Dienstag waren rund 50 Wirbelstürme über die Region hinweggefegt, in einigen Gebieten fielen binnen drei Tagen 45 Zentimeter Regen. Für zahlreiche Bundesstaaten gelten weiterhin Unwetterwarnungen.

Angesichts der Zerstörungen hat US-Präsident Barack Obama schnelle Hilfe für den besonders betroffenen Bundesstaat Alabama angeordnet. Er habe die von Alabama erbetene Bundeshilfe bewilligt, sagte Obama am Mittwoch in Washington. Das ganze Ausmaß der Schäden sei noch nicht abzusehen, so der Präsident weiter.

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Stürme in den USA: Verheerende Tornadoserie
Eine Sprecherin des Katastrophenschutzes in Alabama sagte, die Stadt Tuscaloosa sei von einem Tornado am Mittwochabend besonders stark getroffen worden. Der Südstaat wurde demnach am Mittwoch von zwei Sturmfronten heimgesucht. Der Bürgermeister von Tuscaloosa, Walter Maddox, sagte dem Fernsehsender CNN, der Tornado habe "Häuserblock für Häuserblock ausradiert". In dem Ort kamen 15 Menschen ums Leben.

Noch ist die Gefahr nicht gebannt: Der Wetterdienst warnte vor neuen Tornados, Hagelschauern, Überschwemmungen und Blitzschlägen in Alabama, Georgia und Mississippi sowie vor Unwettern in weiteren 21 Bundesstaaten von den Großen Seen bis zur Golfküste und zum Atlantik. Erst am Freitag könne sich die Lage vorübergehend entspannen. Bereits am Samstag seien jedoch neue schwere Regenfälle und starker Wind zu befürchten, hieß es.

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Die Unwetter folgen auf einen nassen Frühling und einen schneereichen Winter, die Böden können deshalb keinen weiteren Regen aufnehmen und die Wasserstände in den Flüssen sind bereits hoch. In Missouri mussten hunderte Menschen ihre Häuser verlassen, nachdem Flüsse über die Ufer traten.

Für die diesjährige Hurrikan-Saison vom 1. Juni bis zum 30. November sagte der Wetterdienst Weather Services International (WSI) heftige Stürme voraus. Voraussichtlich 15 starke Stürme würden das Festland der USA heimsuchen. Der WSI rechnet mit acht Orkanen, davon mindestens vier der Stufe drei oder stärker auf der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala. Im vergangenen Jahr hatte es im Atlantikgebiet 19 Tropenstürme in Amerika und der Karibik gegeben, zwölf davon waren Hurrikane.

jok/AFP/Reuters/dpa/AP

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1. Verbesserungswürdiger Artikel
Skyraider, 28.04.2011
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Tornado (= Wirbelsturm) und einem Hurricane (= sich großräumig drehendes Sturmgebiet). Tornados entstehen meistens über Land, im Falle Nordamerikas in der 'Tornado Alley'. Hier geht es um Tornados. Sie sollten besser recherchieren, über was sie da eigentlich schreiben.
2. Furchtbar
bunterepublik 28.04.2011
Zuerst möchte ich mein Beileid für die vielen Opfer aussprechen... Tornados gehören meiner Auffassung nach zu den schönsten Naturphänomenen, die das Wetter schafft...sehr zu empfehlen: Eric Nguyen: http://www.mesoscale.ws/pictures/tornadic/ oder das Buch an dem er zusammen mit Hollinghead mitgewirkt hat: .... Sturmjäger: Im Auge des Tornados Bevor hier irgendwelche Besserwisser die Zerstörungen auf die Bauweise der amerikanischen Häuser zurückführen, möchte ich an die in Mitteleuropa aufgetretenen vereinzelten Tornados hinweisen, die ebenfalls erhebliche Zerstörungen gebracht haben....obwohl diese von der Intensität mit den in der Twister-Alley auftretenden Stürmen kaum vergleichbar sind. Sicherlich ist es so, dass die Holzbauweise, die zu einem massiven Trümmerflug führt, und die oftmals nicht existierende Unterkellerung zu vielen Opfern führt, obwohl mittlerweile in der Twister-Alley Tornado-Shelter nahezu Standard sind.
3. Traurig
bullermann 28.04.2011
Zitat von SkyraiderEs gibt einen Unterschied zwischen einem Tornado (= Wirbelsturm) und einem Hurricane (= sich großräumig drehendes Sturmgebiet). Tornados entstehen meistens über Land, im Falle Nordamerikas in der 'Tornado Alley'. Hier geht es um Tornados. Sie sollten besser recherchieren, über was sie da eigentlich schreiben.
Was für ein Problem haben Sie? Traurig diese Zerstörung ansehen zu müssen. Die Hurricanesaison hat im Süden noch nicht begonnen und wird auch in diesem Jahr sicherlich nicht die leichteste werden, und im Rest der USA wüten bereits die Tornados. Man wird das Gefühl nicht los, daß sich die Anzahl und das Ausmaß von Jahr zu Jahr verschlimmert. Die Statistiken bestätigen das noch nicht nachhaltig (Tornados), aber die Vermutungen der klimatischen Veränderungen durch den u.a. imensen CO2-Ausstoß, sowie dessen Zusammenhang ist wohl zweifelsfrei was Hurricanes und auch Tornados betrifft.
4. Abgrenzung Tornado/Hurrikan
der oberbruddler 28.04.2011
Zitat von SkyraiderEs gibt einen Unterschied zwischen einem Tornado (= Wirbelsturm) und einem Hurricane (= sich großräumig drehendes Sturmgebiet). Tornados entstehen meistens über Land, im Falle Nordamerikas in der 'Tornado Alley'. Hier geht es um Tornados. Sie sollten besser recherchieren, über was sie da eigentlich schreiben.
Wollen wir uns hier doch nicht um Spitzfindigkeiten streiten. Den Betroffenen vor Ort ist es wurscht, woher der Tornado kam und wie er sich entwickelt hat. Und wie er sich vom Hurrikan abgrenzt. Viel wichtiger wäre es, sich zu fragen, ob es nicht möglich ist, Wohnhäuser etc. tornadosicherer zu bauen. Solange das US-amerikanische Durchschnittshaus einer Bretterbude gleicht, die beim kleinsten Windhauch implodiert, wird sich in Zukunft nicht viel ändern!
5. schnell aufgebaut
Dragorion, 28.04.2011
Zitat von bunterepublikZuerst möchte ich mein Beileid für die vielen Opfer aussprechen... Tornados gehören meiner Auffassung nach zu den schönsten Naturphänomenen, die das Wetter schafft...sehr zu empfehlen: Eric Nguyen: http://www.mesoscale.ws/pictures/tornadic/ oder das Buch an dem er zusammen mit Hollinghead mitgewirkt hat: .... Sturmjäger: Im Auge des Tornados Bevor hier irgendwelche Besserwisser die Zerstörungen auf die Bauweise der amerikanischen Häuser zurückführen, möchte ich an die in Mitteleuropa aufgetretenen vereinzelten Tornados hinweisen, die ebenfalls erhebliche Zerstörungen gebracht haben....obwohl diese von der Intensität mit den in der Twister-Alley auftretenden Stürmen kaum vergleichbar sind. Sicherlich ist es so, dass die Holzbauweise, die zu einem massiven Trümmerflug führt, und die oftmals nicht existierende Unterkellerung zu vielen Opfern führt, obwohl mittlerweile in der Twister-Alley Tornado-Shelter nahezu Standard sind.
Und ausserdem sind solche Häuser wieder schnell aufgebaut. Da gebe ich Ihnen recht. Ich denke nicht das selbst unsere "Bunkern" ein F5 Tornado mit Rüsselgeschwindigkeiten >500Km/h standhalten können
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Fläche: 9.833.517 km²

Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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