Unwetter in Indien und Nepal Mindestens 94 Tote nach starkem Monsunregen

Überschwemmungen und Erdrutsche fordern in Indien und Nepal mindestens 94 Tote. Die Grenzregion zwischen beiden Ländern ist derzeit von starkem Monsunregen betroffen.

Anwohner auf einer überfluteten Straße in Birgunj, Nepal
DPA

Anwohner auf einer überfluteten Straße in Birgunj, Nepal


In Nepal und Indien sind bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 94 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Toten könnte laut den Behörden noch ansteigen, da die Rettungskräfte in den Erdmassen noch nach Verschütteten suchten. Die Grenzregion zwischen beiden Ländern ist derzeit von starkem Monsunregen betroffen.

In Indienkamen mindestens 45 Menschen durch eine Schlammlawine ums Leben. Sie riss im Bundesstaat Himachal Pradesh im gebirgigen Norden des Landes zwei Busse in eine Schlucht. Die Suchaktion dauerte nach Angaben der Armee noch an.

Die Lawine zerstörte einen ganzen Straßenabschnitt, die voll besetzten Busse hatten dort für eine Pause angehalten. Der Vorfall ereignete sich nach Tagen starken Dauerregens, der die Erdmassen aufgelockert hatte.

In Nepal starben 49 Menschen. "Die Rettungsarbeiten sind angelaufen, doch die Wasserpegel sind noch nicht zurückgegangen", teilte das nepalesische Katastrophenschutzzentrum mit. 8000 Polizisten und Soldaten waren laut dem Innenministerium im Einsatz. Überschwemmungen hatten Tausende Menschen zur Flucht in höher gelegene Gebiete gezwungen.

Die Monsunzeit dauert in der Regel von Ende Juni bis Ende August. In diesem Jahr starben dabei in Nepal mehr als 100 Menschen. Die Wetterbehörde des Landes kündigte weitere starke Regenfälle an.

sun/AFP/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.