Starkregen und Stromausfälle Sturm "Imogen" tobt über Großbritannien und Frankreich

Zwei Kinder werden schwer verletzt, Zehntausende Haushalte sind ohne Strom: Über Großbritannien und dem Westen Frankreichs wütet ein heftiges Unwetter.

REUTERS

Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern haben am Montag weite Teile Westeuropas getroffen. In Großbritannien wurden zwei Kinder schwer verletzt, als eine Mauer in einem Dorf in Zentralengland einstürzte.

Wegen starker Regenfälle wurden Straßen gesperrt, Zug- und Fährverbindungen unterbrochen. Bei bis zu 15.000 Häusern fiel die Stromversorgung aus. Bei St. Ives in Südengland brachen bis zu 19 Meter hohe Wellen. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, unter anderem das Dach einer Bank wurde abgedeckt.

Die britischen Behörden warnten erneut vor Überschwemmungen. Meteorologen rechneten mit heftigen Winden im Südwesten, in Devon und Cornwall. Benutzer der Autobahnen wurden zur Vorsicht aufgerufen. Die Warnungen galten insbesondere für Motorradfahrer und Wohnwagen. Bereits im Dezember hatten drei heftige Unwetterfronten das Land getroffen.

Umgestürzte Bäume und Strommasten in Frankreich

Auch für den Westen und Nordwesten Frankreichs gaben die Behörden eine Sturmwarnung aus. Innenminister Bernard Cazeneuve rief die Bewohner der Küstengebiete am Atlantik, am Ärmelkanal und an der Nordsee zu größter Vorsicht auf.

In Westfrankreich waren 14.000 Menschen ohne Strom. In der Nacht zu Montag musste die Feuerwehr Dutzende Male ausrücken, meist wegen umgestürzter Bäume und Strommasten. Météo France warnte vor "sehr hohen Wellen" und Überschwemmungen an der Küste durch die starken Winde.

In Deutschland wurden wegen Sturmtiefs "Ruzica" die Karnevalsumzüge in Düsseldorf und Mainz abgesagt, wobei der Sturm dort zunächst ausblieb.

apr/AFP/AP

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.